KI: Quo Vadis?

KI-Logbuch

Inspiration, Entdeckungen, Anwendungen

KI: Quo Vadis?

Created on 2025-04-07 21:48

Published on 2025-04-09 04:00

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Liebe Neugierige, Kreative, Entdecker*innen,

„was eine Timeline“ lese ich mittlerweile immer häufiger in den Kommentaren auch hier auf LinkedIn. Meistens steht über diesem Kommentar dann eine mal wieder nervenaufreibende Erzählung aus Trump-Land mit kaum noch zu steigernden Tiraden des Schwachsinns.

Neuestes Beispiel: Bastian Leibe schreibt hier in einem LinkedIn Post, dass die Tarife, die Trump vergangene Woche verhängt hat, mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Feder eines LLM stammen könnten. Aber auch The Verge, Gary Marcus und Techrepublic fragen sich momentan laut, ob hier nicht eher Maschinen statt Menschen am Werk waren. Worum geht es? Es wird vermutet, dass die neue Zollpolitik der Trump-Administration auf KI-generierten Berechnungen beruht, die eine fehlerhafte Formel auf der Grundlage von Handelsdefiziten und Internet-Domain-Codes verwendet. Das wiederum führt zu wirtschaftlich unsinnigen Sätzen, die die Weltwirtschaft in Aufruhr versetzen, aktuell die Börsen in den Keller jagen (oder zum Teufel?) und daher große Bedenken hinsichtlich unbedachter Entscheidungen bezüglich der Verwendung von KI für genau solche politisch/wirtschaftlichen Vorstöße wecken. Argumentiert wird, das beinahe jedes populäre LLM-basierte System ähnliche Empfehlungen aussprechen, wie sie jetzt von den USA umgesetzt wurden. So schlussfolgert „Tech Republic“:

The use of the trade deficit in tariff calculations is recommended by the leading generative AI

Andererseits wird KI ja schon lange im politischen Kontext verwendet. Auf mehreren Ebenen. Das können wir uns kurz einmal knapp umrissen und beispielshaft anschauen.


KI in Politik und Öffentlichkeit

KI beeinflusst zunehmend die Entscheidungsfindung von Regierungen in verschiedenen Bereichen. Sie verbessert Effizienz, Politikgestaltung und Servicebereitstellung, wirft jedoch auch wichtige Fragen zur Verantwortlichkeit auf.

Politikgestaltung und Umsetzung.

Beispiele aus „Governing with artificial intelligence: are governments ready?

  • Stadtplanung: Nijmegen in den Niederlanden nutzt KI, um den Verkehr und die wirtschaftliche Aktivität durch Personenzählsysteme zu überwachen. Dies unterstützt die Politikgestaltung in den Bereichen Straßensicherheit und Wirtschaftsförderung.
  • Grundbuchverwaltung: Die Nationale Landbehörde Kolumbiens kombiniert KI mit Satellitenbildern, um 1.900 Grundstücke in abgelegenen Gebieten zu registrieren und die Transparenz des Landbesitzes zu verbessern.
  • Energiemanagement: In den Gemeinden von Paris-Saclay, Frankreich, wird ein digitaler Zwilling eingesetzt, um Energieszenarien zu simulieren und langfristige Umwelt- sowie Finanzplanungen zu unterstützen.

Öffentliche Dienstleistung

  • Visabearbeitung: Das britische Visum- und Einwanderungssystem (UKVI) verwendet KI, um Entscheidungen zu automatisieren, Bearbeitungszeiten zu verkürzen und Verwaltungsaufwand zu reduzieren.
  • Gesundheitsdiagnostik: Der NHS in England nutzt KI-Algorithmen zur Analyse von Röntgenaufnahmen des Brustkorbs, was die diagnostische Genauigkeit und Geschwindigkeit erhöht.
  • Chatbots: 26 % der Regierungsbehörden weltweit setzen KI-gesteuerte Chatbots ein, um Bürgeranfragen effizient zu beantworten und die Reaktionsfähigkeit der Dienste zu verbessern.

Prädiktive Analytik und Risikomanagement

  • Konfliktprävention: Das „Violence Against Civilians Model“ des US-Außenministeriums sagt Massenmorde anhand sozio-politischer Daten voraus, um präventive Maßnahmen zu ergreifen.
  • Katastrophenhilfe: Prädiktive Werkzeuge analysieren historische Daten, um humanitäre Hilfe optimal zuzuteilen und die Katastrophenbereitschaft zu verbessern.
  • Rückfallprognose: Der COMPAS-Algorithmus in den USA bewertet das Rückfallrisiko von Straftätern, wobei jedoch weiterhin Debatten über algorithmische Verzerrungen bestehen.

Operative Effizienz

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