Hoch geschossen: Wie KI den Weltraum erobert

Liebe Neugierige, Kreative, Entdecker*innen,

nach einer etwas längeren Pause mit KI Experimenten, Urlaub und Überlegungen, was ich als nächstes großes Projekt anpacken könnte, melde ich mich wieder mit einem KI-Logbuch bei Euch zurück. Dieses Mal wollen wir uns einmal anschauen, was seit geraumer Zeit über unseren Köpfen mit KI passiert. Denn während wir uns auf der Erde mit KI-gesteuerten Autos und Chatbots beschäftigen, vollzieht sich da oben still aber nicht heimlich (man muss halt einfach mal nachlesen!) eine gewaltige, technologische Transformation: Die Satellitenindustrie durchläuft einen recht eindrucksvollen Wandel. Denn hier verwandelt Künstliche Intelligenz passive Beobachter im All Schritt für Schritt in autonome „Denker“, die Entscheidungen in Millisekunden treffen, Kollisionen eigenständig vermeiden und Daten direkt im Orbit verarbeiten. Diese Entwicklung ist nicht nur faszinierend – sie ist existenziell für unsere vernetzte Welt.



Große Ambitionen

Die Raumfahrtindustrie steht gleich vor einer doppelten DIsruption: KI und Geopolitik. Während Nationen um technologische Vorherrschaft ringen, warnen Experten eindringlich, dass die Branche dringend ihre KI-Adoption beschleunigen muss, um nicht abgehängt zu werden. Die Warnung kam bereits im März 2024 von Regierungs- und Industrieexperten – und sie hat an ihrer Dringlichkeit nichts verloren.

Data and artificial intelligence are the fuel behind space discovery

dieser Satz aus einem Artikel über die US-Raumfahrtbehörden bringt es auf den Punkt. KI ist nicht länger ein „Nice-to-Have“, sondern die Grundlage moderner Weltraumoperationen.

Die Zahlen sind beeindruckend: Der globale KI-Markt für Weltraumerkundung wird von 6,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2025 auf voraussichtlich 57,9 Milliarden US-Dollar bis 2034 wachsen – eine jährliche Wachstumsrate von 27,1%. Doch hinter diesen Zahlen verbirgt sich weit mehr als nur ein Markttrend: Es scheint der Beginn einer komplett neuen Ära autonomer Raumfahrtsysteme einzuläuten – mal sehen!


Autonome Satelliten: Wenn Maschinen im All selbst denken

Stellt euch vor, ein Satellit entdeckt eigenständig einen drohenden Zusammenstoß mit Weltraumschrott und weicht aus – ohne auf Befehle von der Erde zu warten. Startups haben in-Orbit-Satellitenautonomie demonstriert, bei der Raumfahrzeuge Daten analysieren und Entscheidungen eigenständig treffen, ohne auf Anweisungen vom Boden warten zu müssen.

Diese Entwicklung ist keine technische Spielerei, sondern eine Notwendigkeit. Die Physik macht uns einen Strich durch die Rechnung: Lichtgeschwindigkeit und umstrittene Spektren machen Echtzeit-Entscheidungen vom Boden aus unmöglich für erdunabhängige KI als nächster Meilenstein in Weltraumoperationen. Bei Missionen zum Mars oder darüber hinaus können Kommunikationsverzögerungen mehrere Minuten bis Stunden betragen – zu lang für kritische Entscheidungen.

Edge Computing im Orbit macht’s möglich

Satelliten verarbeiten Daten direkt an Bord, nutzen KI und maschinelles Lernen für Echtzeitanalysen und treffen autonome Entscheidungen. Das reduziert nicht nur die Bandbreitennutzung massiv, sondern senkt auch die Betriebskosten, da die Abhängigkeit von großen Bodenstationen sinkt.

Ein konkretes Beispiel: GomSpace und Neuraspace haben eine Partnerschaft zur Verbesserung der Satellitenkollisionsvermeidung geschlossen. Durch die Integration von Neuraspace’s KI-basiertem Weltraumverkehrsmanagement in GomSpace’s HOOP-Plattform können Satellitenbetreiber automatisierte Konjunktionswarnungen erhalten, detaillierte Analysen durchführen und Vorschläge für Ausweichmanöver bekommen. Die Konjunktions-Screening-Zeit sinkt von Stunden auf unter eine Stunde – ein entscheidender Vorteil in zunehmend überfüllten Orbits.

Neuraspace entwickelt zudem mit Unterstützung der ESA KI-gestützte Software, um Navigationssignale besser für Satellitenverfolgung und Kollisionsvermeidung zu nutzen. Das „Stop Getting Noise“-Projekt zielt darauf ab, GNSS-Daten von systematischen Fehlern und Rauschen zu befreien, leichtgewichtige Bord-Algorithmen für autonome Trajektoriekorrekturen zu implementieren und die Genauigkeit der Orbitbestimmung zu verbessern.


Picosatelliten mit Grips: KI in der Handflächengröße

Die KI-Revolution im All beschränkt sich nicht auf große, teure Satelliten. Aitech hat IQSat vorgestellt, die weltweit erste KI-fähige Picosatelliten-Konstellationsplattform. Diese Satelliten sind klein genug, um in einer Handfläche Platz zu finden, aber leistungsstark genug, um mit Intuidex’s „Watchman for Space“-Software ausgestattet zu sein, die

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