Die USA benennen KI um. Per Ansage vor der UN.
Ab sofort soll „Artificial Intelligence“ in allen US-Regierungsdokumenten „Super Intelligence“ heißen. Trumps Begründung vor der UN-Generalversammlung: „artificial“ klinge nach unecht, und das sei sie nicht.
Man kann darüber lachen. Sollte man aber nicht nur.
Die Umbenennung ist kein Marketing-Gag, sie ist die Botschaft selbst: wer „künstlich“ durch „super“ ersetzt, verschiebt den Rahmen von Werkzeug zu Übermacht, von etwas, das wir gestalten, zu etwas, dem wir uns unterordnen. Passend dazu lehnt er im selben Atemzug jede Regulierung ab.
Ich bleibe dabei: KI ist maximal unser komplementäres Gegenüber, kein Ersatz und schon gar kein Über-Ich. Sie soll uns mündiger machen, nicht kleiner. Ein Namenswechsel ändert daran für mich nichts, aber er zeigt deutlich, wessen Erzählung gerade lauter zu werden scheint. Die Frage ist, ob wir genug Kreativität und Resilienz aufbringen, solchen Parolen die richtigen Narrative entgegen zu stellen.
Wir sind nicht binär. Wir sind quantum.