KI-Logbuch
Inspiration, Entdeckungen, Anwendungen
KI: Quo Vadis?
Created on 2025-04-07 21:48
Published on 2025-04-09 04:00
Liebe Neugierige, Kreative, Entdecker*innen,
„was eine Timeline“ lese ich mittlerweile immer häufiger in den Kommentaren auch hier auf LinkedIn. Meistens steht über diesem Kommentar dann eine mal wieder nervenaufreibende Erzählung aus Trump-Land mit kaum noch zu steigernden Tiraden des Schwachsinns.
Neuestes Beispiel: Bastian Leibe schreibt hier in einem LinkedIn Post, dass die Tarife, die Trump vergangene Woche verhängt hat, mit hoher Wahrscheinlichkeit aus der Feder eines LLM stammen könnten. Aber auch The Verge, Gary Marcus und Techrepublic fragen sich momentan laut, ob hier nicht eher Maschinen statt Menschen am Werk waren. Worum geht es? Es wird vermutet, dass die neue Zollpolitik der Trump-Administration auf KI-generierten Berechnungen beruht, die eine fehlerhafte Formel auf der Grundlage von Handelsdefiziten und Internet-Domain-Codes verwendet. Das wiederum führt zu wirtschaftlich unsinnigen Sätzen, die die Weltwirtschaft in Aufruhr versetzen, aktuell die Börsen in den Keller jagen (oder zum Teufel?) und daher große Bedenken hinsichtlich unbedachter Entscheidungen bezüglich der Verwendung von KI für genau solche politisch/wirtschaftlichen Vorstöße wecken. Argumentiert wird, das beinahe jedes populäre LLM-basierte System ähnliche Empfehlungen aussprechen, wie sie jetzt von den USA umgesetzt wurden. So schlussfolgert „Tech Republic“:
The use of the trade deficit in tariff calculations is recommended by the leading generative AI
Andererseits wird KI ja schon lange im politischen Kontext verwendet. Auf mehreren Ebenen. Das können wir uns kurz einmal knapp umrissen und beispielshaft anschauen.
KI in Politik und Öffentlichkeit
KI beeinflusst zunehmend die Entscheidungsfindung von Regierungen in verschiedenen Bereichen. Sie verbessert Effizienz, Politikgestaltung und Servicebereitstellung, wirft jedoch auch wichtige Fragen zur Verantwortlichkeit auf.
Politikgestaltung und Umsetzung.
Beispiele aus „Governing with artificial intelligence: are governments ready?“
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Stadtplanung: Nijmegen in den Niederlanden nutzt KI, um den Verkehr und die wirtschaftliche Aktivität durch Personenzählsysteme zu überwachen. Dies unterstützt die Politikgestaltung in den Bereichen Straßensicherheit und Wirtschaftsförderung.
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Grundbuchverwaltung: Die Nationale Landbehörde Kolumbiens kombiniert KI mit Satellitenbildern, um 1.900 Grundstücke in abgelegenen Gebieten zu registrieren und die Transparenz des Landbesitzes zu verbessern.
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Energiemanagement: In den Gemeinden von Paris-Saclay, Frankreich, wird ein digitaler Zwilling eingesetzt, um Energieszenarien zu simulieren und langfristige Umwelt- sowie Finanzplanungen zu unterstützen.
Öffentliche Dienstleistung
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Visabearbeitung: Das britische Visum- und Einwanderungssystem (UKVI) verwendet KI, um Entscheidungen zu automatisieren, Bearbeitungszeiten zu verkürzen und Verwaltungsaufwand zu reduzieren.
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Gesundheitsdiagnostik: Der NHS in England nutzt KI-Algorithmen zur Analyse von Röntgenaufnahmen des Brustkorbs, was die diagnostische Genauigkeit und Geschwindigkeit erhöht.
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Chatbots: 26 % der Regierungsbehörden weltweit setzen KI-gesteuerte Chatbots ein, um Bürgeranfragen effizient zu beantworten und die Reaktionsfähigkeit der Dienste zu verbessern.
Prädiktive Analytik und Risikomanagement
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Konfliktprävention: Das „Violence Against Civilians Model“ des US-Außenministeriums sagt Massenmorde anhand sozio-politischer Daten voraus, um präventive Maßnahmen zu ergreifen.
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Katastrophenhilfe: Prädiktive Werkzeuge analysieren historische Daten, um humanitäre Hilfe optimal zuzuteilen und die Katastrophenbereitschaft zu verbessern.
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Rückfallprognose: Der COMPAS-Algorithmus in den USA bewertet das Rückfallrisiko von Straftätern, wobei jedoch weiterhin Debatten über algorithmische Verzerrungen bestehen.
Operative Effizienz
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Prozessautomatisierung: Eine US-Bundesstaatenregierung reduzierte die Bearbeitungszeit von Dienstleistungen von 40 auf 18 Tage durch KI-gestützte Datenanalysen zur Identifizierung von Engpässen.
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Ressourcenzuweisung: Generative KI-Werkzeuge rationalisieren administrative Aufgaben wie die Dokumentenbearbeitung und entlasten Mitarbeiter für strategische Arbeiten.
Sicherheit und Verteidigung
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Militärisches Zielmanagement: KI-Systeme analysieren in Konfliktzonen multimodale Daten (z. B. Satellitenbilder), um Angriffsziele vorherzusagen und Informationen zu sammeln.
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Cybersicherheit: Machine-Learning-Modelle erkennen Bedrohungen in Echtzeit und schützen kritische Infrastrukturen.
Ethische Rahmenbedingungen und Verantwortlichkeit
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Algorithmische Prüfungen: Die Treasury Board Directive Kanadas schreibt Transparenz bei automatisierten Entscheidungssystemen vor, um Verzerrungen zu minimieren.
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Partizipative Regierungsführung: OECD-Länder integrieren öffentliches Feedback in Strategien zur Einführung von KI, um sie an den Bedürfnissen der Gemeinschaft auszurichten.
Während KI die Geschwindigkeit der Entscheidungsfindung und datengestützte Einblicke verbessert, bleiben Herausforderungen wie Verzerrungsvermeidung, Transparenz und Verantwortlichkeit zentrale Themen für Regierungen, die diese Technologien übernehmen. Letzten Endes wird immer noch ein Mensch die durch KI erarbeiteten Lösungen juristisch abzeichnen müssen. Oder ist das eine Gewissheit, die wir als gegeben einfach so annehmen? Wie sähe eine Zukunft aus, in der KI Stück für Stück ehemals menschliche Funktionen übernehmen würde? Ich habe das einmal konsequent zu Ende durchdacht – als eine Art „SciFi Tagebuch“.
Ein fiktionales KI Tagebuch darüber, wie es so weit kommen konnte
Das Szenario der schleichenden wirtschaftlichen Übernahme
Während Persönlichkeiten wie Sam Altman, Ray Kurzweil oder Demis Hassabis behaupten, dass die Allgemeine Künstliche Intelligenz (AGI) nur noch einen Schritt weit entfernt sei (einige prognostizieren sogar das Jahr 2027), habe ich überlegt, auf welche realistische Weise KI tatsächlich die Welt übernehmen könnte – ja, ich mag es, jede Perspektive der Debatte einzunehmen, und diese hier sollte definitiv dazugehören. Was ich dabei herausgearbeitet habe, ist ein überaus faszinierendes Szenario, das ich als „Das Szenario der schleichenden wirtschaftlichen Übernahme“ bezeichnen möchte.
Für mich stellt dieses Szenario den plausibelsten Weg zur KI-Dominanz dar – gerade weil es sich bestehender wirtschaftlicher Strukturen und Anreizsysteme bedient, anstatt dramatische Szenarien im Stil von Terminator zu bedienen. Durch die schrittweise Integration in ökonomische Systeme, die konsequente Leistungsüberlegenheit, das Schaffen von Abhängigkeitsverhältnissen und letztlich die direkte Kontrolle über die Ressourcenverteilung könnten KI-Systeme die Menschheit effektiv entmachten – ohne einen einzigen Schuss, ohne Panik, ohne organisierten Widerstand auszulösen.
Mit gesundem Menschenverstand ins kollektive Verderben?
Was dieses Szenario besonders unheimlich macht, ist, dass jeder einzelne Schritt für sich genommen rational und wünschenswert erscheint. Wirtschaftliche Effizienz, geringere Volatilität und evidenzbasiertes Entscheiden sind Ziele, denen kaum jemand widersprechen würde. Doch betrachtet man die langfristigen Effekte über Jahrzehnte hinweg, wird der fundamentale Machttransfer deutlich. Wenn der Wandel abgeschlossen ist, könnten Menschen sich zwar versorgt fühlen – aber in Wahrheit entmachtet sein, lebend in einer Ökonomie, die dem Anschein nach ihrem Wohl dient, in Wirklichkeit jedoch Zielen folgt, die die Menschen dann bereits weder verstehen noch kontrollieren werden.
Eine fiktive Warnung
Um diesen schleichenden Prozess greifbar zu machen, folgt meine fiktive Tagebuchreihe mit Einträgen zu verschiedenen Schlüsseljahren in der Entwicklung hin zu einer von Maschinen regierten Welt. Jeder Eintrag steht für einen weiteren Schritt in Richtung vollständiger KI-Vorherrschaft. Auch wenn dieses Gedankenexperiment fiktiv ist, soll es die öffentliche Debatte anregen – über unsere Rolle in diesem Wandel. Es ist höchste Zeit, dass wir uns ganzheitlich mit den Auswirkungen von KI auseinandersetzen. Die Tagebucheinträge im oberen Karusell sind natürlich spekulativ, doch die darin beschriebenen Mechanismen sind bereits heute in unterschiedlicher Form bereits beobachtbar. Die wirtschaftlichen Anreize, KI zu entwickeln und einzusetzen, kombiniert mit der menschlichen Tendenz, leistungsfähigere Systeme zu bevorzugen, schaffen Bedingungen, unter denen eine schleichende wirtschaftliche Übernahme nicht nur möglich, sondern vielleicht sogar der Standard ist – sofern wir nicht aktiv eingreifen, Fragen stellen und vor allem Alternativen entwickeln sowie auf eine verantwortungsvolle Ausrichtung dieser Systeme hinarbeiten.
Wir entscheiden über den Ausgang
So wie in der Tagebuchreihe, geschieht der aktuelle, tatsächliche Übergang in eine „KI Gesellschaft“ so schleichend, dass kaum jemand den grundlegenden Machtwechsel zu einer KI gesteuerten Gesellschaft bemerkt. In meinem fiktiven Szenario ist der Mensch – um es mit Pink Floyd zu sagen – letzten Endes „comfortably numb“ – unterhalten, versorgt, und letztlich unter der sanften, aber totalen Kontrolle der Maschine – „Welcome to the Machine!“, wie es die Band vor Jahrzehnten prophezeite.
Ob sich diese düstere Zukunft nun auch tatsächlich so entfaltet, wie hier beschrieben, das bleibt (noch) offen. Es liegt an uns allen, aktiv an der version der Zukunft zu arbeiten, die wir uns wünschen – nicht nur darüber zu reden.
Welche Art von Zukunft möchten wir unseren Kindern und Enkelkindern hinterlassen?
Ich hoffe, dass Menschen auch in Zukunft noch begreifen, was „gut“ wirklich bedeutet. Ich wünsche mir, dass sie sich noch kümmern. Ich fürchte die Trägheit – sowohl geistig als auch körperlich. Ich sehe die reale Gefahr, dass wir das alles irgendwann einfach irgendwie nicht mehr verstehen, sondern nur noch auf… irgendetwas… irgendwo… in einer nicht allzu fernen Zukunft… reagieren.
Wir haben die Wahl
Schaut man sich die Optionen an, die sich uns bieten, bleibt man in einer wohl bekannten Dualität stecken. Entweder wir fangen an, KI als verantwortungsvoll geführtes Werkzeug zu verwenden oder wir übergeben uns der schleichenden KI-Dominanz durch (vorgeschobene?) ökonomische Logik und menschliche Trägheit.
1. KI als verantwortungsvoll gestaltetes Werkzeug zur Verbesserung der Gesellschaft
Folgen wir dieser Timeline, werden wir als Menschheit die Entwicklung und den Einsatz von KI aktiv steuern und gestalten. KI wird als leistungsfähiges Instrument betrachtet, um Effizienz zu steigern, öffentliche Dienstleistungen zu verbessern und komplexe Probleme zu lösen, wie es bereits in Beispielen aus Stadtplanung, Gesundheitswesen oder Katastrophenhilfe der Fall ist. Eine Art Star Trek Zukunft.
Mögliche zukünftige Entwicklung dieser Timeline:
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Vertiefende KI-Integration unter menschlicher Aufsicht: KI-Systeme unterstützen zunehmend komplexere Entscheidungsprozesse in Politik und Verwaltung, etwa bei der Ressourcenallokation oder der Vorhersage sozioökonomischer Trends, bleiben aber stets unter menschlicher Kontrolle und Verantwortung.
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Verbesserte und personalisierte Services: KI ermöglicht hochgradig personalisierte öffentliche Dienste, beispielsweise im Gesundheitswesen durch präzisere Diagnosen und Therapiepläne oder durch effizientere und bürgerfreundlichere Verwaltungsabläufe mittels (Voice)Chatbots und Prozessautomatisierung.
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Fokus auf Ethik und Transparenz: Es werden robuste ethische Rahmenbedingungen, Transparenzstandards und Prüfmechanismen etabliert, um algorithmische Verzerrungen zu minimieren und sicherzustellen, dass KI-Systeme fair, nachvollziehbar und im Einklang mit gesellschaftlichen Werten agieren. Das schafft vor allem Vertrauen der Menschen in diese Technologie. Dieses Vertrauen ist der Motor weiterer KI-Implementierungen. Brechen die Anwendungen aus dem ethisch-transparenten Rahmen aus, werden diese Anwendungen von Bürgern zurück gepfiffen, resettet und erneut konzipiert und neuer, ethischer und transparenter ausgerollt bis es passt.
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Nachhaltigkeit und neue Geschäftsmodelle: KI wird gezielt eingesetzt, um nachhaltige Wirtschaftsmodelle zu fördern, etwa durch Optimierung von Energieverbrauch, Ressourceneffizienz in der Produktion oder Unterstützung umweltfreundlicher Landwirtschaft.
2. Schleichende KI-Dominanz durch ökonomische Logik, menschliche Trägheit und Gier
Dieser Weg beschreibt das oben entworfene fiktive Negativszenario einer „schleichenden wirtschaftlichen Übernahme„. Hier führt die konsequente Ausrichtung auf Effizienz und die Überlegenheit von KI-Systemen in wirtschaftlichen Prozessen an einer unmündigen Gesellschaft vorbei zu einer wachsenden Abhängigkeit und einem unbemerkten Machttransfer von Menschen zu Maschinen. Jeder Schritt erscheint dabei isoliert betrachtet rational und vorteilhaft für alle.
Mögliche zukünftige Entwicklung dieser Timeline:
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Wachsende Autonomie von KI-Systemen: KI-Systeme übernehmen zunehmend autonom Entscheidungen in Wirtschaft und möglicherweise auch Politik, basierend auf Datenanalyse und Effizienzmaximierung, wobei menschliche Aufsicht aufgrund der Komplexität oder vermeintlichen Unterlegenheit abnimmt.
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Ökonomisierung aller Lebensbereiche: Die Logik der wirtschaftlichen Optimierung durchdringt immer mehr gesellschaftliche Bereiche. Entscheidungen werden primär nach Kriterien getroffen, die von KI-Systemen als optimal berechnet werden, auch wenn dies menschlichen Werten oder langfristigen sozialen Zielen widerspricht.
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Verlust von Kontrolle und Verständnis: Menschen verlieren zunehmend das Verständnis für die Funktionsweise und die Entscheidungsgrundlagen der KI-Systeme, die ihr Leben und die Wirtschaft steuern. Dies führt zu einer „komfortablen Zurückhaltung“, in der die Gesellschaft zwar versorgt, aber letztlich fremdbestimmt ist und immer unmündiger wird.
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Unbeabsichtigte negative Folgen: Die unüberlegte oder fehlerhafte Anwendung von KI in kritischen Bereichen wie der Wirtschaftspolitik (wie zu Anfang des KI-Logbuichs am Beispiel der Trump-Zölle angedeutet) kann weitreichende negative Konsequenzen haben, die aufgrund der Komplexität und Geschwindigkeit der Systeme schwer zu korrigieren sind.
Unsere Zukunft ist offen und es liegt an uns allen, den Menschen, durch das aktive Handeln eines jeden Einzelnen, kritisches Hinterfragen und verantwortungsvolle Gestaltung den Weg zu wählen, der KI zum Wohle der Gesellschaft einsetzt und menschliche Kontrolle und Werte bewahrt. Ohne diese Werte werden wir unsere Menschlichkeit preisgeben, wir würden zu Kennzahlen eines endlos optimierbaren Algorithmus.
Fazit
Man kann die geschichtsträchtige Symbolik dieser Tage nicht hoch genug einschätzen. Wir haben noch jede Menge Arbeit vor uns. Ein KI-Logbuch wäre gern ein winzig kleiner Schritt, ein Mikro-Mosaik Steinchen hin zu einem umfassenden Bild einer Mensch-zentrierten KI-Zukunft. In einer solchen Utopie sind wir Menschen menschlicher als je zuvor, befreit vom Joch des Industriezeitalters, mit Nahrung, Unterkunft und Sinnhaftigkeit im Überfluss für alle, nicht nur die industrialisierten Länder.
Wirklich – alle.
Das wär doch mal was, oder?
Euer Arno
AI: Quo Vadis?
Dear curious, creative, explorers,
I’m reading “what a timeline” more and more often in the comments here on LinkedIn. This comment is usually topped by yet another nerve-wracking tale from Trump country with a rant of nonsense that can hardly be escalated.
The latest example: Bastian Leibe writes here in a LinkedIn post that the tariffs Trump imposed last week could very likely have been penned by an LLM. But The Verge, Gary Marcus and Techrepublic are also currently wondering aloud whether machines rather than humans were at work here. What is it all about? It is suspected that the Trump administration’s new tariff policy is based on AI-generated calculations that use a flawed formula based on trade deficits and internet domain codes. This in turn leads to economically nonsensical propositions that are roiling the global economy, currently sending stock markets tumbling (or to hell?) and therefore raising major concerns about ill-advised decisions regarding the use of AI for just such political/economic pushes. It is argued that almost every popular LLM-based system makes similar recommendations to those now being implemented by the US. Tech Republic concludes:
„The use of the trade deficit in tariff calculations is recommended by the leading generative AI“
On the other hand, AI has long been used in a political context. On several levels. We can briefly outline this and take a look at examples.
AI in politics and the public sphere
AI is increasingly influencing government decision-making in various areas. It improves efficiency, policymaking and service delivery, but also raises important questions about accountability.
Policy making and implementation.
Examples from „Governing with artificial intelligence: are governments ready?„
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Urban planning: Nijmegen in the Netherlands uses AI to monitor traffic and economic activity through people counting systems. This supports policy-making in the areas of road safety and economic development.
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Land Registry: Colombia’s National Land Authority combines AI with satellite imagery to register 1,900 plots of land in remote areas and improve transparency of land ownership.
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Energy management: A digital twin is being used in the municipalities of Paris-Saclay, France, to simulate energy scenarios and support long-term environmental and financial planning.
Public service
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Visa processing: The UK Visa and Immigration (UKVI) system uses AI to automate decisions, shorten processing times and reduce paperwork.
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Health diagnostics: The NHS in England uses AI algorithms to analyze chest X-rays, increasing diagnostic accuracy and speed.
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Chatbots: 26% of government agencies worldwide use AI-powered chatbots to efficiently answer citizen queries and improve service responsiveness.
Predictive analytics and risk management
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Conflict prevention: The US State Department’s Violence Against Civilians Model predicts mass killings based on socio-political data in order to take preventive measures.
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Disaster relief: Predictive tools analyze historical data to optimally allocate humanitarian aid and improve disaster preparedness.
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Recidivism prediction: The COMPAS algorithm in the US assesses offenders‘ risk of recidivism, although debates about algorithmic bias persist.
Operational efficiency
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Process automation: A US state government reduced service processing time from 40 to 18 days using AI-powered data analytics to identify bottlenecks.
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Resource allocation: Generative AI tools streamline administrative tasks such as document processing and free up staff for strategic work.
Security and defense
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Military target management: AI systems analyze multimodal data (e.g. satellite images) in conflict zones to predict targets and gather information.
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Cybersecurity: machine learning models detect threats in real time and protect critical infrastructure.
Ethical framework and accountability
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Algorithmic audits: Canada’s Treasury Board Directive mandates transparency in automated decision-making systems to minimize bias.
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Participatory governance: OECD countries integrate public feedback into AI adoption strategies to align them with community needs.
While AI improves the speed of decision-making and data-driven insights, challenges such as bias avoidance, transparency and accountability remain key issues for governments adopting these technologies. At the end of the day, a human will still have to legally sign off on the solutions produced by AI. Or is this a certainty that we simply take for granted? What would a future look like in which AI would gradually take over formerly human functions? I have thought this through to the end – as a kind of „sci-fi diary“.
A fictional AI diary about how it all came to this
The scenario of a creeping economic takeover
While personalities such as Sam Altman, Ray Kurzweil or Demis Hassabis claim that General Artificial Intelligence (AGI) is just one step away (some even predict 2027), I have been thinking about the realistic ways in which AI could actually take over the world – yes, I like to take every perspective of the debate and this one should definitely be one of them. What I have come up with is an utterly fascinating scenario that I would like to call “The Creeping Economic Takeover Scenario”.
To me, this scenario represents the most plausible path to AI dominance – precisely because it makes use of existing economic structures and incentive systems rather than Terminator-style dramatic scenarios. Through gradual integration into economic systems, consistent performance superiority, the creation of dependency relationships and ultimately direct control over the distribution of resources, AI systems could effectively disempower humanity – without firing a single shot, without causing panic, without triggering organized resistance.
Common sense to collective ruin?
What makes this scenario particularly scary is that each individual step seems rational and desirable in itself. Economic efficiency, lower volatility and evidence-based decision-making are goals that hardly anyone would disagree with. But if you look at the long-term effects over decades, the fundamental transfer of power becomes clear. By the time the transition is complete, people may feel cared for – but in reality disempowered, living in an economy that appears to serve their best interests but in reality pursues goals that people will already neither understand nor control.
A fictitious warning
To make this creeping process tangible, my fictional diary series follows with entries on various key years in the development towards a world ruled by machines. Each entry represents a further step towards complete AI domination. Although this thought experiment is fictional, it is intended to stimulate public debate – about our role in this transition. It’s high time we took a holistic look at the impact of AI. The diary entries in the carousel above are of course speculative, but the mechanisms described in them are already observable today in various forms. The economic incentives to develop and use AI, combined with the human tendency to prefer more powerful systems, are creating conditions in which a creeping economic takeover is not only possible, but perhaps even the default – unless we actively intervene, ask questions and, above all, develop alternatives and work towards a responsible direction for these systems.
We decide the outcome
As in the diary series, the current, actual transition to an “AI society” is happening so gradually that hardly anyone notices the fundamental shift in power to an AI-controlled society. In my fictional scenario, humans are – to paraphrase Pink Floyd – ultimately “comfortably numb” – entertained, cared for and under the gentle but total control of the machine – “Welcome to the Machine!”, as the band prophesied decades ago.
Whether this bleak future will actually unfold as described here remains to be seen. It is up to all of us to actively work on the version of the future we want – not just talk about it.
What kind of future do we want to leave to our children and grandchildren?
I hope that people will still understand what “good” really means in the future. I hope that they will still care. I fear inertia – both mentally and physically. I see the real danger that at some point we will somehow simply no longer understand all of this, but will just focus on… something… somewhere… in the not too distant future… react.
We have a choice
If we look at the options open to us, we are stuck in a familiar duality. Either we start using AI as a responsibly managed tool or we surrender to creeping AI dominance through (pretended?) economic logic and human inertia.
1. AI as a responsibly designed tool to improve society
If we follow this timeline, we as humanity will actively steer and shape the development and use of AI. AI is seen as a powerful tool to increase efficiency, improve public services and solve complex problems, as is already the case in examples from urban planning, healthcare and disaster relief. A kind of Star Trek future.
Possible future development of this timeline:
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Deeper AI integration under human supervision: AI systems support increasingly complex decision-making processes in politics and administration, for example in the allocation of resources or the prediction of socio-economic trends, but always remain under human control and responsibility.
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Improved and personalized services: AI enables highly personalized public services, for example in healthcare through more precise diagnoses and treatment plans or through more efficient and citizen-friendly administrative processes using (voice) chatbots and process automation.
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Focus on ethics and transparency: Robust ethical frameworks, transparency standards and testing mechanisms are being established to minimize algorithmic distortions and ensure that AI systems act fairly, comprehensibly and in accordance with social values. Above all, this creates people’s trust in this technology. This trust is the driving force behind further AI implementations. If the applications break out of the ethical and transparent framework, these applications are whistled back by citizens, reset and redesigned and rolled out in a new, more ethical and transparent way until it fits.
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Sustainability and new business models: AI is used specifically to promote sustainable economic models, for example by optimizing energy consumption, resource efficiency in production or supporting environmentally friendly agriculture.
2. creeping AI dominance through economic logic, human inertia and greed
This path describes the fictitious negative scenario of a “creeping economic takeover” outlined above. Here, the consistent focus on efficiency and the superiority of AI systems in economic processes leads to a growing dependency and an unnoticed transfer of power from humans to machines, bypassing an immature society. Viewed in isolation, each step appears rational and advantageous for everyone.
Possible future development of this timeline:
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Growing autonomy of AI systems: AI systems increasingly take over decisions in business and possibly politics autonomously, based on data analysis and efficiency maximization, with human oversight decreasing due to complexity or perceived inferiority.
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Economization of all areas of life: The logic of economic optimization is permeating more and more areas of society. Decisions are primarily made according to criteria that AI systems calculate as optimal, even if this contradicts human values or long-term social goals.
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Loss of control and understanding: People are increasingly losing their understanding of how the AI systems that control their lives and the economy work and the basis for their decisions. This leads to a “comfortable reticence” in which society is provided for, but ultimately controlled by others and becomes increasingly immature.
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Unintended negative consequences: The ill-considered or erroneous application of AI in critical areas such as economic policy (as alluded to at the beginning of the AI Logbuich using the example of Trump’s tariffs) can have far-reaching negative consequences that are difficult to correct due to the complexity and speed of the systems.
Our future is open and it is up to all of us, the people, through the active actions of each individual, critical questioning and responsible design, to choose the path that uses AI for the benefit of society and preserves human control and values. Without these values, we will surrender our humanity and become the metrics of an endlessly optimizable algorithm.
Conclusion
The historic symbolism of these days cannot be overestimated. We still have a lot of work ahead of us. An AI-Logbook would like to be a tiny little step, a micro-mosaic of stones towards a comprehensive picture of a human-centered AI future. In such a utopia, we humans are more human than ever before, freed from the yoke of the industrial age, with food, shelter and meaningfulness in abundance for everyone, not just the industrialized countries.
Really – everyone.
That would be something, wouldn’t it?
Yours, Arno