Grand Palais wird zur KI-Weltbühne: 1.000 Entscheider debattieren Menschheitsfragen

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Liebe Neugierige, Kreative, Entdecker*innen,

die vergangenen Wochen waren in vielerlei Hinsicht schwer verdaulich. Ja, wir wissen mittlerweile wohl alle, dass A. KI hier geblieben ist, um zu bleiben und B. wissen wir, dass die Entwicklungen immer noch an Fahrt zunehmen – Kurs: exponentielles KI-Wachstum. Vielleicht bin ja nur ich es momentan, aber seit ca. 2 Wochen beschleicht mich auch ein sehr dringliches, beklemmendes Gefühl also C. dass die großen closed-source Unternehmen aktuell KI als Druckmittel einsetzen könnten, um sich den Weg in eine Oligarchie zu ebnen. Da hilft es auch wenig, wenn DeepSeek auch China (mit offensichtlich politischem Bias) die Open Source Fahne schwenkt, weil „Hey! Tschakka, wir sind doch die Guten!“.

Um so mehr fasste ich wieder etwas Hoffnung, als mir diese Woche eine sehr erfreuliche Meldung über meinen KI-Newsticker flatterte: der „AI Action Summit„, organisiert durch das „Paris Peace Forum„, hat global um Vorschläge zur Anwendung von KI für das Wohl der Menschen gebeten. Und der Countdown läuft bereits: in nur 5 Tagen startet dieser mit Spannung erwartete AI Action Summit in Paris. Am 10. und 11. Februar 2025 versammeln sich im historischen Grand Palais führende Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft, um die Zukunft der künstlichen Intelligenz zu gestalten. Das hochkarätige Treffen bringt nicht nur Staats- und Regierungschefs sowie Leiter internationaler Organisationen zusammen, sondern bezieht auch bewusst ein breites Spektrum von Akteuren ein – von Startup-Gründern bis zu etablierten Unternehmensführern, von Akademikern bis zu NGO-Vertretern, von Künstlern bis zu engagierten Bürgern. Diese vielfältige Zusammensetzung verspricht einen umfassenden Dialog über die Chancen und Herausforderungen der KI-Entwicklung – ein, meiner Meinung nach, erster Meilenstein für die globale KI-Governance. In diesem Rahmen suchten die Organisatoren also nach Vorschlägen, wie KI zum Wohle der Menschheit eingesetzt werden könnte. Mit 770 Einreichungen aus 111 Ländern zeigt der Gipfel nun ganz klar, wie grenzüberschreitend die Suche nach ethischen KI-Lösungen schon heute ist. Etwas, das wir bei all den eher negativen Meldungen und dem Geschwindigkeitswahn aktueller KI Entwicklungen vielleicht ja schnell übersehen könnten. Ist das alleine nicht schon großartig? Aristoteles wusste bereits:

„Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“

Genau diese kollektive Intelligenz macht den Summit für mich persönlich zu einem so spannenden Thema, dass ich ihn mir für Euch einmal genauer angeschaut habe. KI für eine auf den Menschen zentrierte, positive Zukunft! Let’s go!


Vom Algorithmus zur Action: 50 Leuchtturmprojekte

Die Jury nominierte 50 wegweisende Projekte der beeindruckenden 770 Bewerbungen. Alle ausgewählten Projekte werden kommende Woche vom 10. bis 11. Februar 2025 präsentiert. Eine Übersicht aller nominierten Projekte findet Ihr hier.

Die thematische Vielfalt der Initiativen ist bemerkenswert: 18 Projekte widmen sich den UN-Nachhaltigkeitszielen, 14 fokussieren sich auf Governance und Ethik während 13 weitere an Lösungen für Demokratie und Sicherheit arbeiten. Die geografische Verteilung zeigt eine deutliche Verschiebung: Europa und Nordamerika stellen je 13 Projekte, dicht gefolgt von Afrika mit 10 Initiativen.

Besonders bemerkenswert ist die starke Präsenz des Globalen Südens mit 22 der 28 vertretenen Nationen. Dies unterstreicht einen klaren Wandel in der KI-Entwicklung weg von der bisherigen Dominanz westlicher Technologiezentren. Innovative Projekte wie das dezentrale Sprachmodell Hura aus Bangladesch demonstrieren diesen Trend eindrucksvoll.

Die Bandbreite der Anwendungen reicht von der Vereinfachung komplexer Rechtstexte für Migranten mit dem Tool Factstream über KI-gestützte Journalismus-Tools wie „projet spinoza“ bis hin zu Systemen für eine transparentere, öffentliche Mittelbeschaffung mit „ComprasGPT“ aus Ecuador. Der Summit setzt sich dafür ein, diese und 47 weitere nominierte Technologien zum Wohle der gesamten Gesellschaft einzusetzen und etabliert so durch cutting-edge Technologie und die „Kraft des Faktischen“ auch neue, dringend benötigte, ethische Standards. Die Initiative dafür kam aus Frankreich. Europa kann halt mehr als nur „verbieten“, wie es der Gemeinschaft häufig vorgehalten wird.

Die durch die Nominierungen in den Fokus gerückten Entwicklungen markieren für alle Welt sichtbar einen wichtigen Schritt in Richtung einer inklusiveren und gerechteren KI-Landschaft, in der Innovationen nicht mehr primär aus den traditionellen Technologiezentren stammen, sondern global entstehen und dennoch häufig auch ganz spezielle, lokale Bedürfnisse adressieren.


KI als Katalysator für nachhaltige Entwicklung: 3 Schlaglichter

Dass es bei den Einreichungen nicht um bloßen Techno-Optimismus, sondern um konkrete Umsetzungen geht, kann man mit den folgenden drei Projekten anscha

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