KI-Logbuch
Inspiration, Entdeckungen, Anwendungen
Nie wieder Schreibblockade? KI wird zum Co-Autor
Created on 2025-04-15 23:31
Published on 2025-04-16 00:35
Liebe Neugierige, Kreative, Entdecker*innen,
künstliche Intelligenz ist nicht mehr nur ein Schlagwort aus Tech-Konferenzen, sie sickert in immer mehr Bereiche unseres Lebens – auch schon lange in den kreativen Bereich wie beispielsweise das Schreiben ganzer Bücher. Angesichts von Tools wie ChatGPT, die immer besser darin werden, menschenähnliche Texte zu generieren und immer mehr Tokens (= Erinnerungsvermögen) besitzen, stellt sich die Frage: Wird die nächste große Liebesgeschichte oder der nächste spannende Krimi komplett von einer Maschine verfasst werden? Diese Entwicklung wirft wichtige Fragen zur Zukunft des Autorentums und der menschlichen Kreativität auf. Wie es Medienkritiker John Culkin schon sagte:
„Erst gestalten wir unsere Werkzeuge, dann gestalten sie uns“
Wie formen uns Geschichten, wie formt uns KI, wenn diese als Mitschöpfer an unserer Seite auch in der Kunst arbeitet?
Kann KI Romane schreiben? Ein Blick auf den Status Quo
Die Vorstellung, dass eine KI auf Knopfdruck einen kompletten, kohärenten und fesselnden Roman ausspuckt, gehört aktuell noch ins Reich der Science-Fiction. Werkzeuge wie ChatGPT können zwar beeindruckend gut formulieren, aber sie können (noch) keinen Roman von Anfang bis Ende selbstständig konzipieren und schreiben, der wirklich lesenswert ist. Die Technologie hat sich seit den ersten Experimenten, wie Ross Goodwins holprigem KI-Roman „1 the Road“ von 2018, rasant weiterentwickelt. Moderne KIs wie ChatGPT oder spezialisierte Werkzeuge wie Sudowrite funktionieren nicht wie eine Datenbank, die Sätze kopiert und einfügt. Sie generieren Text Wort für Wort, basierend auf Wahrscheinlichkeiten und Mustern, die sie aus riesigen Datenmengen gelernt haben. Das Ergebnis ist oft erstaunlich kohärent, aber es fehlt die tiefe, menschliche Kreativität und Innovationskraft. KI kann existierende Elemente neu kombinieren, aber (noch?) keine wirklich bahnbrechenden Ideen entwickeln. Dennoch sind KI-Werkzeuge schon jetzt wertvolle Assistenten im Schreibprozess. Sie können bei der Ideenfindung helfen, Schreibblockaden überwinden, Charaktere entwickeln, Handlungsstränge vorschlagen oder Texte stilistisch überarbeiten. Es entstehen zunehmend „hybride“ Werke, bei denen Autoren KI gezielt einsetzen, um ihren Prozess zu unterstützen und zu beschleunigen. Die KI wird zum Co-Piloten, nicht zum alleinigen Autor.
KI als Muse und Werkzeug: Unterstützung im Schreiballtag
KI-Schreibassistenten sind eine der wichtigsten Anwendungen im kreativen Schreiben. Sie bieten Autoren Vorschläge zur Verbesserung von Grammatik, Stil und Tonalität. Fortgeschrittenere Systeme können basierend auf Nutzereingaben sogar erzählerische Ideen, Plot-Entwicklungen oder Charaktereigenschaften vorschlagen. Das ist besonders hilfreich, um Schreibblockaden zu überwinden oder die eigene Arbeit zu verbessern. Darüber hinaus können KI-Anwendungen riesige Datenmengen in kürzester Zeit analysieren und Autoren so bei der Recherche unterstützen. Ob historische Fakten, wissenschaftliche Details oder kulturelle Anekdoten – KI kann relevante Informationen liefern, die zur Bereicherung der Erzählung beitragen. Solche Werkzeuge können den gesamten Schreibprozess von der ersten Idee bis zur finalen Überarbeitung effizienter gestalten, beispielsweise durch eine solide Recherche der Themen.
Die Zukunft der Literatur wird bereits durch KI mitgestaltet. Die rasante Entwicklung großer Sprachmodelle hat zu einem Anstieg KI-geschriebener Texte in verschiedenen Genres geführt, von Sachbüchern bis hin zu Kindergeschichten. Diese Werkzeuge versprechen eine niedrigschwellige Teilnahme an der literarischen Produktion und die Optimierung von Manuskripten. Besonders in der Konzeptionsphase, beim Brainstorming von Ideen, Titeln, Settings oder Charakterbiografien, kann KI den kreativen Prozess positiv beeinflussen. Auch wenn die reine Textgenerierung durch KI derzeit noch Schwächen zeigt und stark vom Genre und Geschmack abhängt, wird die Integration von KI in Textverarbeitungsprogramme immer mehr zum digitalen Mainstream. Die Frage ist nicht mehr ob, sondern wie KI das Schreiben verändern wird.
Schon gewusst?
Einer der ersten Versuche, einen Roman komplett von einer KI schreiben zu lassen, war Ross Goodwins „1 the Road“ (2018). Die KI wurde mit Sensordaten aus einem Auto gefüttert und schrieb Sätze wie: „Ein Fleck grünes Gras schien sein Gesicht zu suchen, aber es war nicht viel zu sehen.“. Das zeigt, wie weit die Technologie seitdem gekommen ist!
Tips und Tricks: KI im Schreibprozess nutzen
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Seht KI als Assistentin: Nutzt Tools wie ChatGPT oder Sudowrite als Produktivitätshelfer, nicht als Ersatz für eure Kreativität. Sie sind wie ein Taschenrechner für Autoren.
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Präzise Anweisungen (Prompts): Je detaillierter eure Vorgaben an die KI sind, desto besser werden die Ergebnisse. Experimentiert mit verschiedenen Prompts für Ideen, Stil oder Plotpunkte.
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Stärken gezielt einsetzen: KI eignet sich besonders gut für die Konzeptionsphase – Ideenfindung, Recherche, Gliederung, Charakterentwicklung.
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Recherche beschleunigen: Lasst die KI große Datenmengen durchsuchen, Fakten prüfen oder Hintergrundinformationen zu spezifischen Themen sammeln.
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Menschliche Überarbeitung ist entscheidend: Kein KI-Text ist sofort perfekt. Überprüft, bearbeitet und verfeinert die Vorschläge der KI immer gründlich, um Qualität und Originalität sicherzustellen.
Top Links
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Tool/App: Sudowrite – Gilt als einer der besten KI-Partner speziell für Belletristik-Autoren.
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Studie/Einblick: De Gruyter Blogbeitrag über die Auswirkungen von KI auf die Literaturproduktion und wie sie Mainstream wird.
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Best Practice Use Case: Nutzung von KI zur Ideenfindung und Überwindung von Schreibblockaden durch Analyse von Trends und Generierung von Vorschlägen.
Ja, KI kann die Welt des Schreibens bereichern, aber menschliche Autoren dabei nur schwerlich ersetzen. Die Technologie bietet spannende Werkzeuge, um den kreativen Prozess zu unterstützen und zu beschleunigen. Es liegt an uns, diese Werkzeuge klug und ethisch zu nutzen. Wie die Autorin Monica Ali es ausdrückt:
„Die heutigen KIs sind noch Babys. Wenn sie erwachsen werden, könnten sie ein Niveau erreichen, das wir uns heute kaum vorstellen können.“
Doch die Essenz des Geschichtenerzählens, die menschliche Erfahrung und Empathie, bleibt (vorerst) unersetzlich.
Danke fürs Lesen, liebe Neugierige! Ich bin gespannt auf eure Gedanken und Erfahrungen mit KI beim Schreiben in den Kommentaren.
Euer Arno
Never ever have writer’s block again? AI becomes a co-author
Dear curious, creative, explorers,
Artificial intelligence is no longer just a buzzword from tech conferences, it is seeping into more and more areas of our lives – including creative areas such as writing entire books. With tools such as ChatGPT getting better and better at generating human-like texts and possessing more and more tokens (= memory), the question arises: will the next great love story or the next exciting thriller be written entirely by a machine? This development raises important questions about the future of authorship and human creativity. As media critic John Culkin put it:
„First we shape our tools, then they shape us“
How do stories shape us, how does AI shape us, when it works alongside us as a co-creator in art?
Can AI write novels? A look at the status quo
The idea that an AI can spit out a complete, coherent and captivating novel at the touch of a button still belongs in the realm of science fiction. Tools such as ChatGPT may be able to formulate impressively well, but they cannot (yet) independently conceive and write a novel from start to finish that is really worth reading. The technology has developed rapidly since the first experiments, such as Ross Goodwin’s bumpy AI novel „1 the Road“ from 2018. Modern AIs like ChatGPT or specialized tools like Sudowrite don’t work like a database that copies and pastes sentences. They generate text word by word, based on probabilities and patterns that they have learned from huge amounts of data. The result is often amazingly coherent, but lacks the deep, human creativity and innovation. AI can recombine existing elements, but cannot (yet?) develop truly groundbreaking ideas. Nevertheless, AI tools are already valuable assistants in the writing process. They can help with brainstorming, overcome writer’s block, develop characters, suggest storylines or revise texts stylistically. Increasingly, „hybrid“ works are being created in which authors use AI specifically to support and accelerate their process. AI is becoming a co-pilot, not the sole author.
AI as muse and tool: support in everyday writing
AI writing assistants are one of the most important applications in creative writing. They offer authors suggestions for improving grammar, style and tone. More advanced systems can even suggest narrative ideas, plot developments or character traits based on user input. This is particularly helpful for overcoming writer’s block or improving your own work. In addition, AI applications can analyze huge amounts of data in the shortest possible time and thus support authors in their research. Whether historical facts, scientific details or cultural anecdotes – AI can provide relevant information that helps to enrich the narrative. Such tools can make the entire writing process more efficient, from the initial idea to the final revision, for example through solid research into the topics.
The future of literature is already being shaped by AI. The rapid development of large language models has led to an increase in AI-written texts in various genres, from non-fiction to children’s stories. These tools promise low-threshold participation in literary production and the optimization of manuscripts. Especially in the conception phase, when brainstorming ideas, titles, settings or character biographies, AI can have a positive influence on the creative process. Even if pure text generation using AI currently still shows weaknesses and depends heavily on genre and taste, the integration of AI into word processing programs is becoming increasingly mainstream. The question is no longer whether, but how AI will change writing.
Did you know?
One of the first attempts to have a novel written entirely by an AI was Ross Goodwin’s „1 the Road“ (2018). The AI was fed sensor data from a car and wrote sentences such as: „A patch of green grass seemed to be looking for his face, but there wasn’t much to see.“. That shows how far technology has come since then!
Tips and tricks: Using AI in the writing process
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See AI as an assistant: Use tools like ChatGPT or Sudowrite as productivity helpers, not as a substitute for your creativity. They are like a calculator for writers.
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Precise instructions (prompts): The more detailed your instructions to the AI are, the better the results will be. Experiment with different prompts for ideas, style or plot points3.
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Use strengths in a targeted manner: AI is particularly well suited to the conception phase – brainstorming, research, outlining, character development.
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Speed up research: Let the AI sift through large amounts of data, check facts or gather background information on specific topics.
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Human revision is crucial: No AI text is perfect straight away. Always review, edit and refine AI suggestions thoroughly to ensure quality and originality.
Top Links
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Tool/App: Sudowrite – Considered one of the best AI partners especially for fiction authors.
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Studie/Einblick: De Gruyter Blogbeitrag on the impact of AI on literary production and how it is becoming mainstream.
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Best Practice Use Case: Using AI to find ideas and overcome writer’s block by analyzing trends and generating suggestions.
Yes, AI can enrich the world of writing, but it can hardly replace human authors. Technology offers exciting tools to support and accelerate the creative process. It’s up to us to use these tools wisely and ethically. As author Monica Ali puts it:
„Today’s AIs are still babies. When they grow up, they could reach a level that we can hardly imagine today.“
But the essence of storytelling, the human experience and empathy, remains irreplaceable (for now).
Thank you for reading, dear curious ones! I look forward to hearing your thoughts and experiences with AI as you write in the comments.
Yours Arno