„KIn Interesse!“ – ein Schlaglicht auf die kritische Rezeption künstlicher Intelligenz

KI-Logbuch
Inspiration, Entdeckungen, Anwendungen

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Liebe Neugierige, Kreative, Entdecker*innen,

die Vorteile von KI in Bereichen wie Gesundheitswesen, Verkehr und Kommunikation sind eindeutig und haben sich in den vergangenen Jahren mehrfach nachweisen lassen. Und je mehr das Thema KI in den Fokus unserer Gesellschaften rückt, desto bunter die Stimmen, die sich berufen fühlen, diese Entwicklung zu kommentieren. Das Ergebnis: die Debatte um Künstliche Intelligenz wird zunehmend polarisierend geführt. Während die einen die Technologie als Heilsbringer sehen, formieren sich gleichzeitig weltweit Bewegungen, die vor den Risiken warnen. Eine wachsende Zahl von Menschen macht sich Sorgen über die sozialen, wirtschaftlichen und ethischen Auswirkungen dieser Technologie. Diese Bewegungen und Gemeinschaften fordern eine kritische Auseinandersetzung mit KI, um sicherzustellen, dass sie nicht nur den Reichen und Mächtigen zugutekommt, sondern auch die Interessen der breiten Bevölkerung berücksichtigt.

„Maschinen sehen uns nicht als Menschen, sondern nur als weiteren Code, der verarbeitet und sortiert werden muss“

Dieses Zitat der Stop Killer Robots Kampagne bringt die größte Sorge vieler KI-Kritiker auf den Punkt: die Entmenschlichung durch künstliche Intelligenz. Ich fand das Thema so spannend, dass ich mich einmal genauer mit den unterschiedlichen Störmungen und Gruppierungen auseinandersetzen wollte.


Zentrale Bedenken und Kritikpunkte

Die Hauptargumente gegen KI umfassen die Sorge vor Arbeitsplatzverlust, ethische Bedenken bezüglich Privatsphäre und voreingenommener Entscheidungsfindung sowie Risiken im Zusammenhang mit superintelligenter KI. Eine Umfrage des „Center for Data Innovation“ des vergangenen Jahres zeigt: 37% der Amerikaner sind besorgt über KI und 23% haben sogar Angst vor der Technologie.

Hat der alte Hexenmeister / Sich doch einmal wegbegeben!

Die fehlende Kontrolle über etwas, das, einmal in Gang gesetzt, nicht mehr unter unserer Kontrolle steht, ist eine der Urängste der Menschheit. Und wie es schon damals in Goethe’s „Zauberlehrling“ ebendieser schmerzhaft zu spüren bekam, so befürchten viele Menschen auch noch heute der Willkür einer einmal herbei gerufenen Macht in Form künstlicher Intelligenz hilflos ausgesetzt zu sein. Unterschiedliche Organisationen und Bewegungen adressieren diese Ängste und setzen sich hier für einen gesellschaftlichen Diskurs ein, der den wohl überlegten Einsatz von KI in der Mitte der Gesellschaft propagiert. Eine davon ist die „Algorithmic Justice League“.


Wichtige Anti-KI Organisationen und Bewegungen

Im Anschluss habe ich Euch ein paar Organisationen recherchiert, die man sich genauer anschauen sollte. Ich finde es wichtig, dass wir nicht nur in unserer „AI Hype Blase“ einkuscheln. Natürlich ist hier ökonomisches Potential, natürlich kann man Prozesse effizienter, schneller zielorientierter gestalten. Doch wie bei jedem Segen, muss auch hier gefragt werden, was uns dieser Fortschritt kostet. Nicht wirklich finanziell, sondern die Frage nach dem PREIS, den wir letzten Endes bereit sind zu zahlen. Die folgenden Organisationen decken jeweils einen Teil möglicher Antworten auf diese Frage ab.

Die Menschen im Mittelpunkt: algorithmisch fair bleiben

Die „Algorithmic Justice League“ setzt sich für Gerechtigkeit und Verantwortlichkeit in KI-Systemen ein. Sie deckt systematische Vorurteile auf und kämpft gegen Diskriminierung durch KI. Die Organisation setzt sich für eine gerechte und verantwortungsvolle KI ein. Ihre Mission ist es, Bewusstsein für die Auswirkungen von KI zu schaffen, empirische Forschung zu liefern und die Stimme und Wahl der am stärksten betroffenen Gemeinschaften zu stärken. Dabei sind der DJL besonders wichtig:

  • Bias und Diskriminierung: KI-Systeme können Rassismus, Sexismus und andere Formen der Diskriminierung verstärken, wenn sie nicht sorgfältig überwacht und reguliert werden.

  • Verantwortung und Rechenschaftspflicht: Es wird gefordert, dass Unternehmen und Regierungen für die von ihnen eingesetzten KI-Systeme verantwortlich gemacht werden.

  • Bürgerrechte und Datenschutz: Die Bewegung kämpft für den Schutz der biometrischen Rechte und gegen die Überwachung durch KI-Technologien.

Es geht aber auch noch „handfester“.


Gegen Killer Roboter

Die „Stop Killer Robots“ Koalition fordert internationale Gesetze zur Kontrolle autonomer Waffensysteme. Die Kampagne startete 2013 und hat sich seitdem in eine globale Bewegung mit über 250 Mitgliedsorganisationen entwickelt. Die Kampagne zeichnet sich besonders durch ihren präventiven Ansatz aus, da sie versucht, diese Technologie zu stoppen, bevor sie sich unkontrolliert verbreitet und zu einem gefährlichen Wettrüsten führt. Sie argumentiert, dass die Entscheidung über Leben und Tod niemals Algorithmen überlassen werden darf und setzt sich für die Wahrung der menschlichen Würde sowie bedeutsame menschliche Kontrolle bei der Anwendung von Gewalt ein. Auch, wenn der Name der Organisation ein wenig reißerisch klingt (was beabsichtigt war), so ist der Ansatz aktueller denn j

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