„KIn Interesse!“ – ein Schlaglicht auf die kritische Rezeption künstlicher Intelligenz



„KIn Interesse!“ – ein Schlaglicht auf die kritische Rezeption künstlicher Intelligenz



KI-Logbuch

Inspiration, Entdeckungen, Anwendungen

„KIn Interesse!“ – ein Schlaglicht auf die kritische Rezeption künstlicher Intelligenz

Created on 2025-01-14 22:15

Published on 2025-01-15 05:00

–>> Wer Englisch spricht, kann diesen Newsletter auch hören statt lesen: click here to listen to an AI-generated Podcast version of this newsletter. <<–

Liebe Neugierige, Kreative, Entdecker*innen,

die Vorteile von KI in Bereichen wie Gesundheitswesen, Verkehr und Kommunikation sind eindeutig und haben sich in den vergangenen Jahren mehrfach nachweisen lassen. Und je mehr das Thema KI in den Fokus unserer Gesellschaften rückt, desto bunter die Stimmen, die sich berufen fühlen, diese Entwicklung zu kommentieren. Das Ergebnis: die Debatte um Künstliche Intelligenz wird zunehmend polarisierend geführt. Während die einen die Technologie als Heilsbringer sehen, formieren sich gleichzeitig weltweit Bewegungen, die vor den Risiken warnen. Eine wachsende Zahl von Menschen macht sich Sorgen über die sozialen, wirtschaftlichen und ethischen Auswirkungen dieser Technologie. Diese Bewegungen und Gemeinschaften fordern eine kritische Auseinandersetzung mit KI, um sicherzustellen, dass sie nicht nur den Reichen und Mächtigen zugutekommt, sondern auch die Interessen der breiten Bevölkerung berücksichtigt.

„Maschinen sehen uns nicht als Menschen, sondern nur als weiteren Code, der verarbeitet und sortiert werden muss“

Dieses Zitat der Stop Killer Robots Kampagne bringt die größte Sorge vieler KI-Kritiker auf den Punkt: die Entmenschlichung durch künstliche Intelligenz. Ich fand das Thema so spannend, dass ich mich einmal genauer mit den unterschiedlichen Störmungen und Gruppierungen auseinandersetzen wollte.


Zentrale Bedenken und Kritikpunkte

Die Hauptargumente gegen KI umfassen die Sorge vor Arbeitsplatzverlust, ethische Bedenken bezüglich Privatsphäre und voreingenommener Entscheidungsfindung sowie Risiken im Zusammenhang mit superintelligenter KI. Eine Umfrage des „Center for Data Innovation“ des vergangenen Jahres zeigt: 37% der Amerikaner sind besorgt über KI und 23% haben sogar Angst vor der Technologie.

Hat der alte Hexenmeister / Sich doch einmal wegbegeben!

Die fehlende Kontrolle über etwas, das, einmal in Gang gesetzt, nicht mehr unter unserer Kontrolle steht, ist eine der Urängste der Menschheit. Und wie es schon damals in Goethe’s „Zauberlehrling“ ebendieser schmerzhaft zu spüren bekam, so befürchten viele Menschen auch noch heute der Willkür einer einmal herbei gerufenen Macht in Form künstlicher Intelligenz hilflos ausgesetzt zu sein. Unterschiedliche Organisationen und Bewegungen adressieren diese Ängste und setzen sich hier für einen gesellschaftlichen Diskurs ein, der den wohl überlegten Einsatz von KI in der Mitte der Gesellschaft propagiert. Eine davon ist die „Algorithmic Justice League“.


Wichtige Anti-KI Organisationen und Bewegungen

Im Anschluss habe ich Euch ein paar Organisationen recherchiert, die man sich genauer anschauen sollte. Ich finde es wichtig, dass wir nicht nur in unserer „AI Hype Blase“ einkuscheln. Natürlich ist hier ökonomisches Potential, natürlich kann man Prozesse effizienter, schneller zielorientierter gestalten. Doch wie bei jedem Segen, muss auch hier gefragt werden, was uns dieser Fortschritt kostet. Nicht wirklich finanziell, sondern die Frage nach dem PREIS, den wir letzten Endes bereit sind zu zahlen. Die folgenden Organisationen decken jeweils einen Teil möglicher Antworten auf diese Frage ab.

Die Menschen im Mittelpunkt: algorithmisch fair bleiben

Die „Algorithmic Justice League“ setzt sich für Gerechtigkeit und Verantwortlichkeit in KI-Systemen ein. Sie deckt systematische Vorurteile auf und kämpft gegen Diskriminierung durch KI. Die Organisation setzt sich für eine gerechte und verantwortungsvolle KI ein. Ihre Mission ist es, Bewusstsein für die Auswirkungen von KI zu schaffen, empirische Forschung zu liefern und die Stimme und Wahl der am stärksten betroffenen Gemeinschaften zu stärken. Dabei sind der DJL besonders wichtig:

  • Bias und Diskriminierung: KI-Systeme können Rassismus, Sexismus und andere Formen der Diskriminierung verstärken, wenn sie nicht sorgfältig überwacht und reguliert werden.

  • Verantwortung und Rechenschaftspflicht: Es wird gefordert, dass Unternehmen und Regierungen für die von ihnen eingesetzten KI-Systeme verantwortlich gemacht werden.

  • Bürgerrechte und Datenschutz: Die Bewegung kämpft für den Schutz der biometrischen Rechte und gegen die Überwachung durch KI-Technologien.

Es geht aber auch noch „handfester“.


Gegen Killer Roboter

Die „Stop Killer Robots“ Koalition fordert internationale Gesetze zur Kontrolle autonomer Waffensysteme. Die Kampagne startete 2013 und hat sich seitdem in eine globale Bewegung mit über 250 Mitgliedsorganisationen entwickelt. Die Kampagne zeichnet sich besonders durch ihren präventiven Ansatz aus, da sie versucht, diese Technologie zu stoppen, bevor sie sich unkontrolliert verbreitet und zu einem gefährlichen Wettrüsten führt. Sie argumentiert, dass die Entscheidung über Leben und Tod niemals Algorithmen überlassen werden darf und setzt sich für die Wahrung der menschlichen Würde sowie bedeutsame menschliche Kontrolle bei der Anwendung von Gewalt ein. Auch, wenn der Name der Organisation ein wenig reißerisch klingt (was beabsichtigt war), so ist der Ansatz aktueller denn je. 2012, gebe ich zu, kam mir dieser Artikel dagegen noch vor wie reinste Science Fiction. Times, they are a changing! Neben den „Killer“ Robots, macht KI mittlerweile auch „Killer“ Musik und Kunst allgemein. Aber auch hier regt sich Widerstand.


Künstler und Musiker gegen KI

Die „Say No to .AI Art Movement“ ist eine Initiative von Künstlern, die sich gegen die Verwendung von KI-Algorithmen zur Kunstproduktion aussprechen. Diese Bewegung argumentiert, dass KI die Kreativität und Individualität der Künstler untergräbt und die Kunst zu einem mechanischen Prozess macht. Die Hauptkritikpunkte sind:

  • Mangel an Kreativität: KI-Algorithmen basieren oft auf bestehenden Daten und Bildern, was die Originalität der Kunstwerke in Frage stellt

  • Verminderte Rolle des Künstlers: Die Abhängigkeit von KI reduziert die kreative Kontrolle des Künstlers und kann zu einer Homogenisierung der Kunst führen

Hier übrigens ganz interessant: die meisten Quellen wie beispielsweise dieser Vice Artikel zu dieser Bewegung finden sich 2022 und 2023. Was ist seitdem mit der Bewegung passiert?

Auch im Bereich „Musik“ regte sich schon früh Widerstand. Über 200 Künstler, darunter Billie Eilish und Metro Boomin, unterzeichneten einen offenen Brief, in dem sie AI-Entwickler und Technologieunternehmen auffordern, die Nutzung von KI zur Nachahmung von Künstlern ohne deren Zustimmung zu unterlassen. Die Hauptgründe für ihren Widerstand waren laut einem Artikel auf Music business Worldwide:

  • Verletzung der Rechte: Die Verwendung von KI zur Nachahmung von Stimmen und Musik ohne Zustimmung der Künstler wird als Verstoß gegen ihre Rechte angesehen

  • Wertminderung der Musikindustrie: Die unethische Nutzung von KI könnte das gesamte Musikökosystem entwerten und die Fairness der Vergütung für Künstler gefährden

KI Entwicklungen komplett zu verbieten kann teilweise als recht schwierig angesehen werden, wird dieser Anspruch doch meistens mit der Antwort gekontert, dass dann jemand anderes halt einfach weiter macht und man selber Verluste hinnehmen müsste. Einen anderen Weg geht da eine Bewegung, die lediglich eine „Pause“ verlangt.


Einmal die Pause Taste drücken bitte: PauseAI

PauseAI ist eine 2023 in den Niederlanden gegründete globale politische Bewegung, die sich für einen Stopp der Entwicklung von KI-Systemen einsetzt, die leistungsfähiger als GPT-4 sind. Die Bewegung wurde von Software-Unternehmer Joep Meindertsma ins Leben gerufen und fordert neben der Namen-gebenden Pause verbindliche internationale Verträge zur Regulierung der KI-Entwicklung, bis deren Sicherheit gewährleistet werden kann. PauseAI zeichnet sich durch weltweite Protestaktionen aus, die in verschiedenen Städten wie London, San Francisco, Berlin und Paris stattfinden, wobei die Teilnehmerzahlen meist überschaubar bleiben. Die Bewegung warnt vor existenziellen Risiken durch superintelligente KI-Systeme und fordert die Einrichtung einer internationalen KI-Sicherheitsbehörde nach dem Vorbild der IAEA.

Aber, ist es denn wirklich so „schlimm“, dass man hier einmal innehalten sollte? Welche Gründe werden hier uns Feld geführt?


Gründe für den Widerstand gegen KI

Ethik und Gesellschaftliche Auswirkungen

  • Bias und Diskriminierung: KI-Systeme können Vorurteile in den Trainingsdaten widerspiegeln und zu diskriminierenden Ergebnissen führen, insbesondere in Bereichen wie Einstellung, Kreditvergabe und Strafverfolgung

  • Datenschutz: Die Nutzung großer Datenmengen durch KI-Systeme wirft erhebliche Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes auf

  • Arbeitsplatzverlust: Die Automatisierung durch KI könnte zu Arbeitsplatzverlusten und wachsender Ungleichheit führen

  • Autonomie und Kontrolle: Die zunehmende Autonomie von KI-Systemen stellt Fragen zur Verantwortung und Kontrolle in kritischen Entscheidungsprozessen

Rechtliche und wirtschaftliche Bedenken

  • Urheberrecht: Es gibt zunehmend rechtliche Auseinandersetzungen zwischen KI-Entwicklern und Inhabern von Urheberrechten, die behaupten, dass ihre Werke ohne Erlaubnis und Vergütung verwendet werden

  • Marktvolatilität: Die Einführung von KI könnte zu Marktverzerrungen und wirtschaftlichen Ungleichgewichten führen

Sicherheit und Missbrauch

  • Soziale Überwachung: KI wird in einigen Ländern zur Überwachung und Kontrolle der Bevölkerung eingesetzt, was erhebliche Bedenken hinsichtlich der Menschenrechte aufwirft

  • Autonome Waffen: Die Entwicklung von autonomen Waffen, die ohne menschliche Überwachung operieren, stellt eine tiefgreifende ethische Herausforderung dar

Wir sehen, da gibt es schon einige Bereiche, die nach Klärung von allgemeinen Spielregeln verlangen. Aber wie sieht das alles in der Praxis aus? Wo können wir dem Widerstand bei seiner Arbeit zuschauen oder gar selber teilnehmen?


Plattformen und Aktionsformen

Ein besonders interessanter Aspekt ist der Einfluss von KI auf Online-Gemeinschaften aber auch die Nutzung eben dieser Gemeinschaften durch die Anti-AI Bewegungen. So zeigen Studien einen Rückgang der Nutzeraktivität um etwa 12% auf Plattformen wie Stack Overflow seit der Einführung von ChatGPT. Kritiker von KI Einsatz im Kontext sozialer Medien sehen die Gefahr darin, dass authentische menschliche Interaktionen durch KI-generierte Inhalte ersetzt werden. Gleichzeitig nutzt die Anti-KI-Bewegung selber verschiedene Plattformen zur Koordination und Meinungsäußerung:

  1. Social Media: Plattformen wie Twitter, Facebook, Reddit oder Discord dienen als wichtige Kommunikationskanäle.

  2. Protestaktionen: Demonstrationen vor Regierungsgebäuden und Tech-Unternehmen.

  3. Online-Petitionen: Forderungen nach strengerer Regulierung oder Entwicklungsstopps.

  4. Aufklärungskampagnen: Verbreitung von Informationen über potenzielle KI-Risiken.

Was also tun?


Ein paar Anregungen

  • Bildung und Bewusstsein: Informiere Dich über die ethischen Implikationen von KI und beteilige Dich an Diskussionen, um ein Bewusstsein für die Thematik zu schaffen. Informiere Dich über die verschiedenen Anwendungen und Risiken von KI, um Dir fundierte Meinungen zu bilden. Investiere in Deine eigene Bildung und die Deiner Gemeinschaft, damit sich alle auf die Veränderungen durch KI vorbereiten können.

  • Unterstützung von Bewegungen: Unterstütze Künstler und Bewegungen, die sich für den Schutz der menschlichen Kreativität und Rechte einsetzen.

  • Verantwortungsvolle Nutzung: Wenn Du KI-Technologien nutzt, achte darauf, dass diese ethisch und verantwortungsvoll eingesetzt werden.

  • Gesetzliche Rahmenbedingungen: Setzen Dich für gesetzliche Rahmenbedingungen ein, die den Missbrauch von KI verhindern und die Rechte der Betroffenen schützen.

  • Verlange Transparenz: Fordere von Unternehmen und Regierungen Transparenz bei der Nutzung von KI in Produkten und Dienstleistungen.


Top Links

  • AI Fairness 360 – Ein Open-Source-Toolkit zur Erkennung und Minderung von Bias in KI-Modellen.

  • The Harms of AI – Eine Studie von Daron Acemoglu, die die potenziellen wirtschaftlichen, politischen und sozialen Kosten der aktuellen KI-Technologien untersucht.

  • Coded Bias – Trailer zum gleichnamigen Dokumentarfilm, der die Geschichten von Menschen zeigt, die von fehlerhafte KI Technologie betroffen sind, und die Pionierinnen, die die Alarmglocken über die Bedrohungen der KI für die Bürgerrechte läuten.


Uff, starker Tobak!

Ich muss zugeben, das war ein schwieriger Eintrag ins „KI-Logbuch“. Nicht etwa, weil die Recherchen mich gezwungen haben, meine Komfortzone zu verlassen, das mache ich gerne. Die Ergebnisse haben mir aber dann doch gezeigt, mit wieviel mehr kognitiver Dissonanz ich in Zukunft meiner Leidenschaft (generative)KI folgen muss und werde. Dieser Spagat zwischen „Wow! Ich will das ausprobieren!“ und „Ich sehe, dass das unter Umständen in eine Dystopie führen könnte“ ist etwas, das wir alle in Zukunft erst noch lernen müssen. Denn eines ist in Anbetracht der rasanten Entwicklungen für mich jedenfalls klar geworden:

„Technologie ist ein mächtiger Diener, aber ein gefährlicher Meister“

Das hat der Friedensnobelpreisträger und norwegische Politiker Christian Lous Lange einmal gesagt. Es geht mir nicht um Politik, Positionen, Recht oder Unrecht, richtig oder falsch. Ich habe Sorge, dass viele diesen tagtäglichen Spagat, diese kognitiven Dissonanz, nicht (aus)halten können, dass sie einbrechen und einem der binären Lager zum Opfer fallen. Aber so bequem dürfen wir es uns nicht machen! Ein Lager wählen, dann in die entsprechende Echokammer spazieren und die eigene Bubble gemütlich und schalldicht nach außen gestalten. Das wird so nicht laufen, wenn wir uns, unsere Mitmenschen und die Welt in die Zukunft mitnehmen wollen. Und das müssen wir! Das müssen wir mit dem Jing und Jang, dem Für und dem Gegen (generative) künstliche Intelligenz angehen. Wir müssen wieder lernen, alle Standpunkte ehrlich in unsere Abwägungen einfließen zu lassen – ohne Dogmen, mit klarem Verstand und einem guten Gespür für das Jetzt. Denn gelingt uns das nicht, hängen wir sie alle ab. Wer abgehängt wird, hat nichts zu verlieren. Wer abgehängt wird, will zurück in die „Gute alte Zeit“.

Und wir wissen alle, dass keine Zeit besser war als das Jetzt.

Lasst uns was daraus machen!

Euer Arno


„AIm not interested!“ – a spotlight on the critical reception of artificial intelligence

–> Click here to listen to an AI-generated Podcast version of this newsletter. <<–

Dear curious, creative, explorers,

The benefits of AI in areas such as healthcare, transportation and communication are clear and have been proven many times over in recent years. And the more the topic of AI becomes the focus of our societies, the more colorful the voices that feel called upon to comment on this development. The result: the debate surrounding artificial intelligence is becoming increasingly polarized. While some see the technology as a savior, movements are forming around the world to warn of the risks. A growing number of people are concerned about the social, economic and ethical implications of this technology. These movements and communities are calling for a critical examination of AI to ensure that it not only benefits the rich and powerful, but also takes into account the interests of the general population.

„Machines don’t see us as humans, just more code to be processed and sorted“

This quote from the Stop Killer Robots campaign sums up the biggest concern of many AI critics: the dehumanization caused by artificial intelligence. I found the topic so fascinating that I wanted to take a closer look at the various disruptions and groupings.


Key concerns and criticisms

The main arguments against AI include concerns about job loss, ethical concerns about privacy and biased decision making, and risks associated with super-intelligent AI. A survey conducted last year by the Center for Data Innovation shows that 37% of Americans are concerned about AI and 23% are even afraid of the technology.

That old sorcerer has vanished / And for once has gone away!

The lack of control over something that, once set in motion, is no longer under our control is one of humanity’s primal fears. And just as Goethe’s „Sorcerer’s Apprentice“ made us painfully aware of this back then, many people today still fear being helplessly exposed to the arbitrariness of a power once summoned in the form of artificial intelligence. Various organizations and movements are addressing these fears and advocating a social discourse that propagates the well-considered use of AI in the middle of society. One of these is the Algorithmic Justice League.


Important anti-AI organizations and movements

Below I have researched a few organizations that you should take a closer look at. I think it’s important that we don’t just snuggle up in our „AI hype bubble“. Of course there is economic potential here, of course processes can be made more efficient, faster and more goal-oriented. But as with every blessing, we need to ask what this progress will cost us. Not really financially, but the question of the PRICE that we are ultimately prepared to pay. The following organizations each cover a part of possible answers to this question.


People at the center: staying algorithmically fair

The Algorithmic Justice League advocates for justice and accountability in AI systems. It uncovers systematic prejudice and fights against discrimination through AI. The organization is committed to fair and responsible AI. Its mission is to raise awareness of the impact of AI, provide empirical research and strengthen the voice and choice of the most affected communities. The DJL attaches particular importance to:

Bias and discrimination: AI systems can reinforce racism, sexism and other forms of discrimination if they are not carefully monitored and regulated.

Responsibility and accountability: The movement calls for companies and governments to be held responsible for the AI systems they use.

Civil rights and data protection: The movement fights for the protection of biometric rights and against surveillance by AI technologies.

But it is also more „tangible“.


Against killer robots

The „Stop Killer Robots“ coalition calls for international laws to control autonomous weapons systems. The campaign started in 2013 and has since grown into a global movement with over 250 member organizations. The campaign is particularly characterized by its preventive approach, as it seeks to stop this technology before it spreads uncontrollably and leads to a dangerous arms race. It argues that the decision of life and death should never be left to algorithms and advocates for the preservation of human dignity and meaningful human control in the use of force. Even if the name of the organization sounds a little lurid (which was intentional), the approach is more relevant than ever. In 2012, I admit, this article still seemed like pure science fiction to me. Times, they are a changing! In addition to the „killer“ robots, AI is now also making „killer“ music and art in general. But here, too, there is resistance.


Artists and musicians against AI

The „Say No to .AI Art Movement“ is an initiative of artists who speak out against the use of AI algorithms to produce art. This movement argues that AI undermines the creativity and individuality of artists and turns art into a mechanical process. The main criticisms are:

  • Lack of creativity: AI algorithms are often based on existing data and images, which calls into question the originality of the artwork

  • Diminished role of the artist: Dependence on AI reduces the creative control of the artist and can lead to a homogenization of art

Interestingly, most sources such as this Vice article on this movement date back to 2022 and 2023. What has happened to the movement since then?

Resistance also emerged early on in the field of music. Over 200 artists, including Billie Eilish and Metro Boomin, signed an open letter calling on AI developers and tech companies to refrain from using AI to imitate artists without their consent. The main reasons for their opposition, according to an article on Music business Worldwide, were

  • Infringement of rights: using AI to mimic voices and music without artists‘ consent is seen as an infringement of their rights

  • Diminishing the value of the music industry: The unethical use of AI could devalue the entire music ecosystem and jeopardize the fairness of remuneration for artists

Banning AI developments completely can sometimes be seen as quite difficult, as this claim is usually countered with the response that someone else will just carry on doing it and you will have to accept losses yourself. A movement that merely demands a „pause“ takes a different approach.


Please press the pause button: PauseAI

PauseAI is a global political movement founded in the Netherlands in 2023 to stop the development of AI systems that are more powerful than GPT-4. The movement was founded by software entrepreneur Joep Meindertsma and calls for binding international treaties to regulate AI development until its safety can be guaranteed, in addition to the pause that gives it its name. PauseAI is characterized by worldwide protest actions that take place in various cities such as London, San Francisco, Berlin and Paris, although the number of participants usually remains manageable. The movement warns of the existential risks posed by super-intelligent AI systems and calls for the establishment of an international AI safety authority along the lines of the IAEA.

But is it really so „bad“ that we should pause here? What reasons are being put forward here?


Reasons for resistance to AI

Ethics and societal impact

Bias and discrimination: AI systems can reflect biases in training data and lead to discriminatory outcomes, particularly in areas such as hiring, lending and law enforcement

  • Privacy: The use of big data by AI systems raises significant privacy concerns

  • Job loss: automation through AI could lead to job losses and growing inequality

  • Autonomy and control: The increasing autonomy of AI systems raises questions about responsibility and control in critical decision-making processes

Legal and economic concerns

  • Copyright: There are increasing legal disputes between AI developers and copyright holders who claim that their works are being used without permission and compensation

  • Market volatility: The introduction of AI could lead to market distortions and economic imbalances

Security and abuse

As we can see, there are already a number of areas that call for clarification of the general rules of the game. But what does it all look like in practice? Where can we watch the resistance at work or even participate ourselves?


Platforms and forms of action

One particularly interesting aspect is the influence of AI on online communities, but also the use of these communities by anti-AI movements. Studies show a drop in user activity of around 12% on platforms such as Stack Overflow since the introduction of ChatGPT. Critics of AI use in the context of social media see the danger of authentic human interactions being replaced by AI-generated content. At the same time, the anti-AI movement itself uses various platforms to coordinate and express opinions:

  • Social media: platforms such as Twitter, Facebook, Reddit or Discord serve as important communication channels.

  • Protest actions: Demonstrations in front of government buildings and tech companies.

  • Online petitions: Demands for stricter regulation or development stops.

  • Awareness campaigns: dissemination of information about potential AI risks.

So what to do?


A few suggestions

Education and awareness: Inform yourself about the ethical implications of AI and participate in discussions to raise awareness of the issue. Educate yourself about the different applications and risks of AI to form informed opinions. Invest in your own education and that of your community so that everyone can prepare for the changes brought about by AI.

  • Support movements: Support artists and movements working to protect human creativity and rights.

  • Responsible use: If you use AI technologies, make sure that they are used ethically and responsibly.

  • Legal framework: Advocate for legal frameworks that prevent the misuse of AI and protect the rights of those affected.

  • Demand transparency: Demand transparency from companies and governments regarding the use of AI in products and services.


Top Links

  • AI Fairness 360 – An open source toolkit for detecting and mitigating bias in AI models.

  • The Harms of AI – A study by Daron Acemoglu that examines the potential economic, political and social costs of current AI technologies.

  • Coded Bias – Trailer for the documentary of the same name, featuring the stories of people affected by flawed AI technology and the pioneering women who are ringing the alarm bells about the threats AI poses to civil liberties.


Whew, strong stuff!

I have to admit, that was a difficult entry in the „AI logbook“. Not because the research forced me to leave my comfort zone – I’m happy to do that. However, the results have shown me how much more cognitive dissonance I will have to and will have to follow my passion for (generative) AI in the future. This balancing act between „Wow! I want to try this out!“ and „I can see that this could possibly lead to a dystopia“ is something that we will all have to learn in the future. Because one thing has become clear to me in view of the rapid developments:

„Technology is a powerful servant, but a dangerous master“

This was once said by the Nobel Peace Prize winner and Norwegian politician Christian Lous Lange. I am not concerned with politics, positions, right or wrong, right or wrong. I’m worried that many people won’t be able to cope with this daily balancing act, this cognitive dissonance, that they will collapse and fall victim to one of the binary camps. But we must not make ourselves that comfortable! Choose a camp, then walk into the corresponding echo chamber and make your own bubble cozy and soundproof to the outside world. That won’t work if we want to take ourselves, our fellow human beings and the world with us into the future. And we have to! We have to tackle this with the jing and jang, the for and against (generative) artificial intelligence. We have to learn again to honestly incorporate all points of view into our considerations – without dogma, with a clear mind and a good sense of the present. Because if we fail to do this, we will leave them all behind. Those who are left behind have nothing to lose. Those who are left behind want to go back to the „good old days“.

And we all know that no time was better than now.

Let’s make something of it!

Yours truly, Arno


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert