2025 – Jahr der KI?

Liebe Neugierige, Kreative, Entdecker*innen,

das ist er also, der letzte Newsletter – in 2024. Ich möchte mich bei Euch allen für Eure Treue bedanken. Der Newsletter hat vor gut sieben Monaten mit genau 76 Lesern und Leserinnen begonnen und nähert sich nun mit 20800 Views und über 1800 Abonnent*innen der 2000 Schallgrenze. Ich bin unendlich dankbar, dass Ihr mir jede Woche für ein paar Minuten Eure ungeteilte Aufmerksamkeit schenkt, das ist in diesen bewegten Zeiten des Wettbewerbs um Aufmerksamkeit nicht selbstverständlich. Ich freue mich deshalb um so mehr, dass Ihr in meinem wöchentlichen Update scheinbar einen Mehrwert erkennen könnt, für Euch oder Euer Leben, beruflich oder privat. Ich liebe es zu inspirieren, zu erklären, zu sinnieren und über das Grenzfeld zwischen Technologie und dem Mensch-Sein nachzudenken. Schön, dass ich einige von Euch dazu mitnehmen darf. Und wenn Ihr selber über spannende KI-Themen gestolpert seid, lasst es mich gerne für zukünftige Ausgaben wissen!

Und jetzt ist es also soweit – wir nähern uns dem Jahr 2025. Und da zeichnet sich eine faszinierende Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz ab. Während die einen nämlich in der zuletzt vorgestellten chatGPT Version der o-model reasoning Serie: OpenAI o3 und o3-mini erste Anzeichen für AGI (Artificial General Intelligence) zu sehen meinen, winken die einen das Ganze als verfrüht ab. Schon jetzt, zum Start des neuen Jahres gibt es also schon genügend Zündstoff, um weit mehr zu zünden als ein paar Feuerwerkskörper.

HAPPY NEW YEAR!

Und trotz der Differenzen sind sich die meisten einig: die rasante Evolution der neuesten Strömung künstlicher Intelligenz wird unser Leben und Arbeiten im kommenden Jahr noch grundlegender verändern als sie es jetzt schon bis hierher getan hat. Unternehmen und die Forschung suchen nach neuen Konzepten und Möglichkeiten, nicht nur reine Foundational Models zu entwickeln, sondern auch mit dem bereits existierenden Material noch effizienter und zielstrebiger zu arbeiten. Es geht darüber hinaus nicht nur rein um die technologischen Fortschritte, sondern auch um die Art und Weise, wie KI unsere Gesellschaft und Wirtschaft prägen wird. Diesen Blick auf Technologie wird es meiner Ansicht nach im kommenden Jahr ebenfalls weitaus häufiger geben als wir es heute erlebt haben. Die Menschen werden merken, dass die Umsetzung schier unglaublich scheinender Ziele aus technologischer Sicht nicht unbedingt unmöglich sind und eines deutlich kürzeren Zeithorizonts bedürfen. Sie werden merken, dass es eher um die eine Sinnfrage, als denn eine Umsetzungsfrage geht. Oder wie es William S. Burroughs mal gesagt hat:

„Technology always requires a ‚Why?'“

Mit Blick auf die bislang 30 Newsletter des „KI-Logbuch“ haben wir uns bereits mit einer Unzahl an Randgebieten von KI beschäftigt. Heute wollen wir mal den Blick nach vorne und auf die bedeutsamen Veränderungen werfen, die sich für 2025 abzeichnen.


KI als unsichtbarer Begleiter: Die Ära der nahtlosen Integration

Die Tage, in denen KI als separate Technologie wahrgenommen wurde, neigen sich dem Ende zu. Im Jahr 2025 wird KI zu einem integralen Bestandteil unseres Alltags, sowohl zu Hause als auch am Arbeitsplatz. Diese nahtlose Integration wird durch fortschrittliche KI-Agenten ermöglicht, die autonom agieren und komplexe Aufgaben bewältigen können. Außerdem wird alles komplett in Hardware integriert sein und damit ebenfalls zur Selbstverständlichkeit. Einige mehr oder weniger erfolgreiche Versuche wurden hier bereits gegangen: der AI Pin, der „Rabbit R1“, Meta’s Ray Ban Kooperation mit KI-Brillen, etc. Wie gesagt, nicht alles Gold, aber die Erfolge werden zahlreicher und die Experimente weniger – klassische Iterationszyklen. Dazu kommt auch: Software wird leistungsfähiger und effizienter, Hardware leistungsfähiger, kleiner und günstiger. Aber wie sähe so eine alltagsfähige KI Implementierung denn bespielhaft aus?

Stell dir vor, du kommst nach einem langen Arbeitstag nach Hause. Dein KI-Assistent hat bereits die optimale Raumtemperatur eingestellt, basierend auf deinen Vorlieben und dem Wetterbericht. Er hat auch deine E-Mails priorisiert, einen Vorschlag für das Abendessen basierend auf den vorhandenen Zutaten gemacht und sogar einen Entwurf für die Präsentation vorbereitet, an der du gerade arbeitest. All das geschieht im Hintergrund, ohne dass du aktiv eingreifen musst. Natürlich alles, was in der Cloud geschehen muss datensicher, das meiste davon aber lokal, auf Deinen eigenen Geräten.

Das Beispiel zeigt ganz gut, dass diese Entwicklung nicht nur unser Privatleben beeinflussen wird, sondern auch die Art und Weise, wie wir arbeiten werden – und nicht erst in 15-20 Jahren, sondern eher in einem Jahr ab heute (ich hoffe, diese Aussage wird nicht schlecht altern). In Unternehmen werden KI-gestützte Agenten zunehmend komplexere Aufgaben übernehmen können, von der Erstellung von Berichten bis hin zur Optimierung von Lieferketten. Dies könnte zu neuen Konzepten der Produktivität führen, in der Menschen sich auf kreative und strategische Aufgaben konzentrieren können (oder gar „müssen“?), während KI die Routinearbeiten übernimmt. Selbstverständlich zieht das alles einen Rattenschwanz an gesellschaftliche Fragen hinter sich her, wie im Intro ja angedeutet. Was, wenn Menschen nicht kreativ arbeiten können oder wollen? Wie nehmen wir alle mit? Wie sichert man den gesellschaftlichen Frieden? Wo ist der Sinn menschlicher Existenz, wenn nicht (auch) durch seine Arbeit, also des Menschen „Beitrag an Gesellschaft“ wie ich Arbeit gern verstanden werden möchte? Gutes Stichwort: Gesellschaft.


Die Demokratisierung der KI: Maßgeschneiderte Lösungen für alle

Eine weitere, abzusehende Entwicklung für 2025 sehe ich in der zunehmenden Spezialisierung und Demokratisierung von KI-Anwendungen. Während die vergangenen Jahre von universellen KI-Modellen wie ChatGPT geprägt waren, zeichnet sich für 2025 ein Trend zu maßgeschneiderten KI-Lösungen ab. Schon lange gibt es Open Source Alternativen zu kommerzieller Software. Dieser Trend wird sich noch verstärken – aller Regulierung zum Trotz.

Und wo Open Source möglich ist, entstehen auch weitaus me

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