Quantensprung in die Zukunft: sind wir bereit für das, was kommt?

KI-Logbuch Series Logo

KI-Logbuch
Inspiration, Entdeckungen, Anwendungen

Quantensprung in die Zukunft: sind wir bereit für das, was kommt?

Liebe Neugierige, Kreative, Entdecker*innen,

vergangenen Montag, 9. Dezember veröffentlichte Google auf seinem Blog die neuesten Entwicklungen ihres Quantenchips „Willow“. Und was da so eher unter dem Radar veröffentlicht wurde sollte eigentlich jede*n aufhorchen lassen. Warum ich das denke, dazu später. Eines ist für mich jedoch sicher: wir stehen nicht nur kurz vor- sondern bereits an der Schwelle zu einer, ich mag sowas eigentlich nicht so reißerisch schreiben, aber, ja, ist in der Tat vor einer technologischen Revolution. Die jetzt schon ins dritte Jahr gehende exponentielle Entwicklung künstlicher (generativer) Intelligenz jetzt gepaart mit Quantencomputing verspricht eine Zukunft, die wir uns heute vielleicht noch nicht wirklich vorstellen können. Vielleicht auch, weil wir die Dimensionen, in denen Quantenrechner arbeiten, gar nicht wirklich erfassen können. Ein Beispiel: Willow war in einem von Google angelegten Test in der Lage, eine Benchmark-Rechenaufgabe in weniger als fünf Minuten zu lösen, für die Frontier, der schnellste Supercomputer der Welt, etwa 10 Quadrillionen Jahre benötigt hätte. Diese bemerkenswerte Leistung verdeutlicht die exponentielle Leistung der Quanteninformatik gegenüber klassischen Systemen. Der Leistungsdurchbruch des Chips wird auf die Verwendung von Qubits zurückgeführt, die gleichzeitig „0“ und „1“ darstellen können, was exponentiell schnellere Berechnungen als bei herkömmlichen binären Systemen ermöglicht.

Besonders spannend ist jetzt die Verbindung der beiden Schlüsseltechnologien (gen)KI und Quantenrechner, die zu einem völlig neuen Forschungsgebiet geführt hat: dem Quanten-Maschinellen Lernen (QML).

Ich habe im KI-Logbuch ja schon bereits viel über die rasanten Fortschritte bei generativer KI berichtet, aber kombiniert mit Quantentechnologien könnte hier etwas (unheimlich) Großes entstehen. Die jüngsten Entwicklungen im Quantencomputing versprechen, diese Entwicklung noch weiter zu beschleunigen. Nur wohin führt das? Wohin wollen wir, dass es uns führt? Inwiefern können wir hier Einfluß nehmen? Werden wir letzten Endes mit den Maschinen verschmelzen wie es Futurist Ray Kurzweil prognostiziert?

„Wenn Sie im Jahr 2035 mit einem Menschen sprechen, sprechen Sie mit jemandem, der eine Kombination aus biologischer und nicht-biologischer Intelligenz ist.“

Doch sind wir wirklich bereit für diese Verschmelzung? Lasst uns einen Blick auf die neuesten Durchbrüche werfen und gemeinsam in die Zukunft blicken. Wo stehen wir denn jetzt tatsächlich – ohne viel SciFi-Träumerei?


Google’s Willow

Oben kurz erwähnt aber wichtig und Wiederholung penetriert Botschaften. Daher hier nochmals: Google hat mit seinem neuesten Quantenchip „Willow“ einen bemerkenswerten Durchbruch erzielt. Mit 105 supraleitenden Qubits ausgestattet, ist Willow in der Lage, Rechenfehler effektiv zu korrigieren – ein Problem, das Quantencomputer bisher plagten. Die Qubits von Willow halten Superpositionen fünfmal länger aufrecht als beim Vorgänger Sycamore, was sie stabil genug macht, um effektive Fehlerkorrektur durchzuführen.


Die Konvergenz von KI und Quantencomputing

Der Vielfalt an entsprechenden Studien nach zu urteilen, ist die Verschmelzung von (generativer)KI und Quantencomputing eine unausweichliche Notwendigkeit. Aber schon vor gut einem Jahr war bereits klar, dass Quantencomputer die Rechengrundlage für zukünftige KI-Systeme bilden könnten, indem sie Workloads auf verschiedene Rechenarchitekturen verteilen, einschließlich Quantenverarbeitungseinheiten.

Auch auf die Gefahr hin, dass unsere Zukunft zumindest teilweise in den Händen der von uns entwickelten KI Technologie liegen könnte, so könnte eben genau diese Konvergenz andererseits schon bald zu bahnbrechenden Fortschritten in den verschiedensten Bereichen führen. In der Medizin könnten KI-Systeme, die auf Quantencomputern laufen, genetische Daten in beispielloser Geschwindigkeit analysieren und personalisierte Therapien entwickeln. In der Klimaforschung könnten wir endlich in der Lage sein, globale Echtzeit-Klimamodelle zu erstellen, die uns helfen, die Auswirkungen des Klimawandels besser zu verstehen und abzumildern. Google war mit seinem NeuralGCM Modell auch in diesem Fall letzten Sommer ebenfalls schon ziemlich weit vorne.


Die Herausforderungen einer post-singulären Welt

Während die Aussichten auf technologische Durchbrüche aufregend sind, stehen wir hier aber auch neuen „Herausforderungen“ gegenüber. Freundlich formuliert. Hier gilt es bei aller Begeisterung auch jede Menge potenzielle Risiken und Herausforderungen zu berücksichtigen. Die Entwicklung einer superintelligenten KI, die durch Quantencomputing angetrieben wird, könnte zu einem Kontrollverlust führen. Schon jetzt zeigte das aktuellste LLM von OpenAI Züge, die menschlichen Täuschungsversuchen recht nahe kommen. Wie stellen wir sicher, dass diese Technologien auch im Zeitalter des Quantencomputing weiterhin zum Wohle der Menschheit eingese

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert