Dezentrale KI: Angstgegner der Tech Giganten?

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Dezentrale KI: Angstgegner der Tech Giganten?

Created on 2024-11-12 20:40

Published on 2024-11-13 00:30

Liebe Neugierige, Kreative, Entdecker*innen,

die Landschaft der künstlichen Intelligenz verändert sich von Tag zu Tag. Während Tech-Giganten bisher die Entwicklung dominiert haben, kann ich nun seit geraumer Zeit eine neue Bewegung identifizieren: dezentrale KI. Hat sie eventuell die Macht, die Kontrolle über Daten und Modelle zurück in die Hände der Nutzer zu spielen?

In der aktuellen Ausgabe des KI-Logbuchs werfen wir also einen Blick auf dieses wirklich spannende und dynamische Feld der künstlichen Intelligenz: die Dezentrale KI (DeKI). Diese Technologie kombiniert die Kraft von KI mit der Flexibilität und Sicherheit dezentraler Netzwerke wie wir sie bereits bei Blockchain Projekten hinlänglich erleben durften. Dieser Ansatz bietet nicht nur neue Möglichkeiten, sondern auch spannende Herausforderungen und Chancen.

Doch Vorsicht: gerade im Bereich der Blockchain-Technologie sollten wir aufgrund der Historie so mancher Projekte besonders aufpassen. Es gibt einfach zu viele „Crypto Bros“, die mit übertriebenen Versprechungen und Tech-Jargon um sich werfen. Hier gilt es daher, kritisch zu bleiben und immer auch eigene Recherchen zu den diversen Anbietern anzustellen!


Was ist Dezentrale KI?

Dezentrale KI, oft als Decentralized AI (DeAI) bezeichnet, bezieht sich auf Systeme, in denen Daten und sogar die KI-Algorithmen selber über ein Netzwerk von Knotenpunkten (Nodes) auf verschiedene Standorte, Geräte und Benutzer verteilt sind. Daten, Berechnungen und Informationen werden nicht von einem zentralen Server verarbeitet, sondern auf mehrere Geräte oder „Knoten“ verteilt, die in einem Peer-to-Peer- oder Verbundmodus miteinander kommunizieren und zusammenarbeiten. DeAI kombiniert also die Stärken von Blockchain mit den Möglichkeiten der KI. Das erhöht nicht nur die Sicherheit, sondern ermöglicht auch eine demokratischere Nutzung von KI-Technologien. Es gibt aber noch mehr Vorteile.


Vorteile der Dezentralen KI

  • Verbesserter Datenschutz: Da Daten und Berechnungen auf lokalen Geräten stattfinden, wird die Datensicherheit und der Datenschutz gestärkt.
  • Kosteneffizienz: Dezentrale Systeme nutzen lokale Ressourcen, was die Kosten für zentrale Serverinfrastruktur reduziert.
  • Erhöhte Skalierbarkeit: Durch die Nutzung verteilter Rechenressourcen können Anwendungen dynamisch an Anforderungen angepasst werden.
  • Höhere Zuverlässigkeit: Dezentrale Systeme sind weniger anfällig für Ausfälle, da keine einzelnen Fehlerquellen existieren.
  • Förderung der Zusammenarbeit: Diese Systeme fördern die Zusammenarbeit zwischen Teilnehmern und machen eine zentrale Behörde überflüssig.

Aktuelle DeAI-Projekte

Das Projekt ThoughtAI (THT) arbeite daran, durch Kombination von Blockchain, Kryptowährung und adaptiver KI ein System zu schaffen, in dem Informationen nicht nur gespeichert, sondern auch durch Agenten genutzt und erweitert werden. So möchte ThoughtAI neue Werte und Effizienzen generieren. Dies könnte nicht nur die Datenverfügbarkeit erhöhen, sondern auch eine ganz neue Grundlage für das Training von KI-Modellen schaffen. Was würde das für Branchen bedeuten, die mit Daten ihren Lebensunterhalt verdienen? Wie würden diese Branchen transformiert? Oder ist ThoughtAI wieder einmal mehr ein Paradebeispiel für CryptoBro Slang und BS Bingo? Ich bin mir da noch nicht so ganz sicher.

Bei Bittensor (TAO) geht es darum, eine kooperative und dezentralisierte Umgebung für die Entwicklung und Weiterentwicklung von KI- und ML-Modellen zu schaffen, wobei die Teilnehmer für ihre Beiträge belohnt werden sollen. Das Projekt arbeitet über ein verteiltes Netzwerk, wodurch die Notwendigkeit zentraler Instanzen umgangen werden soll. Die Zusammenarbeit in Echtzeit könnte tatsächlich eine neue Form des Umgangs mit KI-Anwendungen darstellen. Das Whitepaper wird dann schon ein wenig deutlicher. Das Bittensor Netzwerk soll für den Handel und die Erstellung von künstlicher Intelligenz (KI) verwendet werden. In diesem System sind KI-Modelle, oder „Peers“, in einem Peer-to-Peer-Netzwerk verbunden, wo sie nicht nur Informationen austauschen sondern auch voneinander lernen sollen. Das Netzwerk bewertet die Beiträge der Peers. Diese Bewertungen werden wiederum auf einem Ledger (einem digitalen Logbuch) festgehalten. Peers mit höheren Bewertungen erhalten größere Belohnungen in Form von Kryptowährung, was Interessenkonflikte und andere Manipulationen verhindern soll. Ziel von Bittensor ist es, den effizienten und gerechten Austausch von KI-Leistungen zu ermöglichen, indem es eine Plattform bietet, auf der KI-Anbieter und -Nutzer aufeinandertreffen können. Ob das wirklich alles so klappt, wie das Whitepaper es sich gedacht hat, wird die Praxis zeigen.

Dann ist da noch fetch.ai. Die Plattform möchte künstliche Intelligenz (KI) und Blockchain-Technologie vereinen, um autonome Software-Programme, sogenannte „AI Agenten“, zu erstellen und zu betreiben. Diese Agenten können komplexe Aufgaben in Bereichen wie Logistik, Finanzen oder Gesundheitswesen automatisieren und optimieren. Entwickler können auf der Agentverse-Plattform AI Agenten entwickeln, bereitstellen und verwalten. Die AI Engine verbindet menschliche Anweisungen mit passenden AI Agenten, um Aufgaben effizient auszuführen. Die Fetch Network bildet die Grundstruktur, die alles zusammenhält, einschließlich des Almanac Contracts, Fetch Name Service, Fetch Ledger und

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