TikTok hat vor ein paar Tagen seine Version für die Content-Erstellung mit KI-Avataren vorgestellt. Da muss man erst mal durchatmen.
TikTok nennt das Ganze „Symphony Digital Avatars“ und verspricht damit vor allem Werbetreibenden eine Art „Heiligen Gral“ für die Lösung ihrer Produkt-, Service- oder Unternehmenskommunikation. Sicher ist für mich: egal, was man persönlich von TikTok und dessen Hintergründen hält – rein technologisch ist das alles schon top.
Was bietet TikTok hier genau an?
- Zwei Arten von KI-Avataren: „Stock Avatars“ (vorgefertigte Charaktere) und „Custom Avatars“ (individuell anpassbar)
- Unterstützung von über 30 Sprachen für globale Reichweite
- KI-gestützte Dubbing-Funktion für nahtlose Übersetzungen
- Automatische Kennzeichnung als KI-generierter Inhalt
Mit diesen Avataren sollen Unternehmen befähigt werden, ihre Botschaften authentisch und personalisiert zu skalieren, während Creator mit diesen Avataren (custom für jede*n von ihnen) ihre globale Präsenz ausbauen können.
Was mich hier umtreibt, sind Fragen jenseits der reinen Technologie:
Wenn wir alle wissen, dass wir es hier nicht mit echten Influencern zu tun haben, wie wird sich dann die Beziehung zwischen Publikum und virtuellen Zwillingen verändern/entwickeln? Müssten wir nicht (und wenn „ja“ welche?) ethische Richtlinien für den Einsatz von KI-Avataren etablieren?
Unzweifelhaft setzt TikTok mit Symphony Digital Avatars neue Maßstäbe im Bereich KI-gestütztes Marketing. Jetzt liegt der Ball in unserem Feld: Wie gehen wir damit um? Ist das, was sich da abzeichnet, Chance oder Risiko für authentische Kommunikation?
Was sagen meine Deutsche Telekom Social Media-Kommunikationsprofis Stephanie Tönjes und Karim Cheranti zu diesen Entwicklungen? Werden wir Euch in Zukunft als KI-Avatare auf TikTok Japanisch sprechen sehen?