Wenn ich ein neues Computerspiel starte, versuche ich sofort, die meist unsichtbaren Grenzen der digitalen Welten zu finden, nur um sie dann zu durchbrechen. Ich weiß nicht warum, aber manchmal macht mir das sogar mehr Spaß, als das Spiel selbst.
Das geht bei neuen Technologien weiter. Ich versuche ständig die Grenzen dieser neuen digitalen „Spielsachen“ auszuloten. Wann „knackt“ es im Tool? Wo ist der Gl1tch? So auch im Kontext KI-Musik in meiner kleinen Geschichte der Niederschrift eines völlig absurden Kochrezeptes aus der Perspektive eines Kugelschreibers.
Hört sich erst mal albern an, oder?
„Hat der nichts besseres zu tun?“
Ich glaube fest daran, dass wir uns über die kreative Auseinandersetzung, das spielerische Entdecken, echten, neuen Herausforderungen wie in einem Testszenario gefahrlos nähern können. Wenn ich jetzt KI-Tools bis an ihre Schmerzgrenze bringe, sie evtl. dabei auch (zer)breche, dann erfahre ich gleichzeitig auch Vieles über ihre Möglichkeiten und Grenzen.
Ich entzaubere durch Zauber.
Damit erde ich Erwartungen, die ansonsten durch reines „drüber reden“ meist völlig überzogen würden. Und das schadet dann letztlich dem konstruktiven Umgang mit den neuen Technologien, triggert Enttäuschungen oder setzt Mitarbeitende, die die überzogenen Erwartungen dann umsetzen müssen grundlos unter Druck. In letzter Konsequenz verlieren wir alle da auch jede Menge Geld. Denn wenn wir selber nicht wissen was geht und was (noch) nicht geht, kann man uns ja auch alles „verkaufen“.
Mein Appell:
Was wir viel mehr machen müssen ist:
- selber Dinge machen,
- ausprobieren,
- testen,
- experimentieren und
- (hört hört!) tatsächlich Spaß haben!
Damit meine ich nicht „lustig“ sein, sondern in einen Flow kommen, etwas erfüllendes tun, mit Leidenschaft sich einer Sache hingeben – in einem „Safe Space“, mit Freund*innen, Kolleg*innen, alleine oder mit der Familie.
Danke.